In einer Heizungsanlage wird öft von Drücken, Differenzdrücken, statischen und dynamsichen Drücken gesprochen. Doch was ist der Druck eigentlich? Der Druck (p) gibt die Kraft (F) pro Flächeneinheit (A) an und hat die Einheit Pascal (Pa). Es gilt: 1 Pa = 1 N/m² = 1 kg/(m·s²).
Da ein Pascal sehr klein ist, wird in der Heizungstechnik meist mit bar, Millibar oder der veralteten Druckeinheit Meter Wassersäule gerechnet. Dabei gilt: 1 bar = 100.000 Pa = 1.000 mbar, dabei entspricht 1 bar etwa 10 Meter Wassersäule (mWS).
Hinweis: Das Manometer (Druckanzeige) an eurer Heizung zeigt nicht den absoluten Druck, sondern den Überdruck gegenüber dem Umgebungsluftdruck an.
Welche Drücke gibt es in einem Heizungssystem?
In einer Heizungsanlage begegnen euch drei verschiedene Druckgrößen. Alle werden in bar, mbar oder mWs angegeben, beschreiben aber etwas unterschiedliche Dinge.
- Statischer Druck: Der Anlagenfülldruck, der das System gefüllt hält. Wirkt auch bei stehender Pumpe, Bezugsgröße ist die Gebäudehöhe (rund 0,1 bar pro Meter).
- Dynamischer Druck (Förderdruck): Wird von der Umwälzpumpe erzeugt, um die Reibungswiderstände im Netz zu überwinden. Bei Pumpen als Förderhöhe in mWS angegeben, 4 mWS entsprechen also rund 0,4 bar. → Förderhöhe
- Differenzdruck (Δp): Die Druckdifferenz über einem einzelnen Bauteil, also Druck davor abzüglich Druck dahinter. Zusammen mit dem Kv-Wert entscheidet er über den Volumenstrom und ist damit die zentrale Größe beim hydraulischen Abgleich.
Tipp: Fragt euch bei jeder Druckangabe zuerst: Worauf bezieht sich der Wert? „1,8 bar“ am Manometer und „50 mbar“ im Ventildatenblatt beschreiben zwei unterschiedliche Sachverhalte.
Weiterführende Links und Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Druck_(Physik)





