Testbericht: Danfoss Link

5.00 avg. rating (97% score) - 6 votes

In meinem heutigen Beitrag stelle ich euch die intelligente Heizungssteuerung „Danfoss Link“ vor. Ich habe Danfoss Link über einen längeren Zeitraum getestet und möchte euch hier meine Erfahrung mit dem System zeigen.

Der Beitrag ist Teil der Artikelserie „Intelligente Heizungssteuerung im Test„, in welcher ich Heizsteuerungssysteme verschiedener Hersteller teste und bewerte. 

Die wichtigsten Merkmale

Danfoss Link ist eine intelligente Heizungssteuerung zur drahtlosen Steuerung der Raumtemperatur in verschiedenen Räumen einer Wohnung oder von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das Ganze funktioniert mit den elektronischen Thermostatköpfen „Danfoss living connect*„, welche über die zentrale Einheit „Danfoss Link CC*“ ferngesteuert werden können. Für die Steuerung einer Fußbodenheizung gibt es ebenfalls passende Module.

Danfoss Link nutzt als Funkprotokoll den Z-WAVE Standard, welcher manchmal Verbindungsprobleme unter den Komponenten auslösen kann. Aus diesem Grund wird von Danfoss ein Verstärkermodul angeboten, um eine stabile Funkkommunikation zu gewährleisten. Die Reichweite für Z-WAVE beträgt ca. 30 Meter innerhalb von Gebäuden und ca. 200 Meter außerhalb von Gebäuden. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt über 128 Bit AES.

Neben der Steuerung über die Zentrale besteht zusätzlich die Möglichkeit, die Heizung über ein Smartphone oder Tablett per App zu steuern. Durch den Einsatz von Danfoss Link kann man bis zu 30 % Heizkosten sparen.

Komponenten der Danfoss Link Heizungssteuerung

In diesem Test habe ich folgende Komponenten getestet: Das Danfoss Link Starterkit* mit einem Zentralregler und 3 Thermostaten, einem weiteren Living Connect Thermostat* sowie einem Danfoss Signalverstärker*. Die Komponenten werden in 3 Räumen eingesetzt. Zusammengefasst habe ich also folgenden Komponenten im Einsatz:

  • 4 x Danfoss Link „Living Connect“ Heizkörperthermostate
  • 1 x Danfoss Link „Zentralregler CC“
  • 1 x Danfoss Link Signalverstärker
Danfoss Link Testpaket mit Starterset (Zentralregler und 3 Thermostate), ein separates Thermostat und ein Signalverstärker

Abbildung 1: Danfoss Link Testpaket

Bevor ich zum eigentlichen Test übergehe, möchte ich euch die zu testenden Komponenten etwas genauer vorstellen.

Danfoss Link „Living Connect“ Heizkörperthermostat

Das Living Connect Heizkörperthermostat sieht sehr schick aus und ist uns bereits aus meinem Test mit dem Smart Home System „Devolo Home Control“ bekannt, da Danfoss die Thermostate für das Smart Home System von Devolo liefert. Die Heizkörperthermostate bei Devolo sind jedoch mit einer eigenen Devolo-Firmware ausgestattet, sodass sie nicht den gleichen Funktionsumfang wie die „Danfoss Living Connect“ Thermostate haben.

Das Living Connect Heizkörperthermostat hat an seiner Stirnseite ein beleuchtetes Display, zwei Navigationstasten sowie eine Funktionstaste. Im Lieferumfang befinden zwei Adapter für Heizkörperventile. Ein Adapter für Ventile mit dem Gewindemaß M30 x 1,5 und ein Adapter für alle Danfoss RA Ventile. Zusätzlich befinden sich zwei AA Batterien im Lieferumfang.

HINWEIS: Im Danfoss Link Starterset befinden sich für die Heizkörperthermostate keine Batterien im Lieferumfang. Dafür benötigt ihr 3 x 2 AA Batterien*.

Danfoss Link Heizkörperthermostat mit Adapterset, Batterien, Anleitung und Verpackung

Abbildung 2: Danfoss Link Living Connect mit Verpackung

Zentralregler Danfoss Link CC

Der Zentralregler Danfoss Link CC ist die Zentrale Steuerungseinheit von Danfoss Link. Über dieses Gerät kommunizieren alle weiteren Heizkörperthermostate. Der Zentralregler kann mit bis zu 30 Thermostaten verbunden werden und ist für eine Wohnfläche von bis zu 300m² geeignet.

Die durchschnittliche Leistungsaufnahme des Danfoss Link Zentralreglers liegt bei gemessenen 2,8 W, was einer benötigten Energiemenge von 24,52 kWh/a entspricht. Bei einem angenommenen Energiepreis von 29 Cent/kWh für Strom, fallen hier zusätzliche Stromkosten von 7,11 € pro Jahr an.

Danfoss Link Zentralregler mit Netzteil und Befestigungsschrauben

Abbildung 3: Danfoss Link Zentralregler

Die Steuereinheit Danfoss Link CC besitzt ein TFT Farbdisplay mit Touchscreen und wird in 3 Varianten ausgeliefert:

In diesem Beitrag teste ich die Aufputzversion (NSU), sodass zusätzlich zum Zentralgerät ein Netzteil mit zwei Adaptern für US und EU Steckdosen beiliegt.

Danfoss Link Signalverstärker

Der Danfoss Link Signalverstärker sorgt dafür, dass das Z-WAVE Funksignal auch in entlegene Orte einer Wohnung reicht und alle Heizkörperthermostate mit dem Zentralregler verbunden werden können. Aus der Erfahrung mit der Devolo Home Control (Testbericht) habe ich vorsichtshalber einen Verstärker mitbestellt, da bei dem Devolo System eine einfache Wand zwischen Sender und Empfänger ausgereicht hat, um das Z-WAVE Funksignal zu stören und für eine schlechte Funkverbindung zu sorgen.

Um die Funkreichweite für besonders weit entfernte Komponenten zu erhöhen, können bis zu 3 Signalverstärker in Reihe geschaltet werden. Somit können Komponenten in bis zu 120 m Entfernung mit dem Zentralregler gekoppelt werden. Der Danfoss Link Signalverstärker funktioniert nicht mit Batterien sondern benötigt eine Steckdose mit einer Spannungsversorgung von 230V.

Danfoss Link Testpaket mit Starterset (Zentralregler und 3 Thermostate), ein separates Thermostat und ein Signalverstärker mit integriertem Netzteil

Abbildung 4: Danfoss Link Signalverstärker

Weitere Komponenten der Danfoss Link Heizungssteuerung

Im Folgenden zeige ich euch kurz die weiteren Komponenten der Danfoss Link Heizungssteuerung, welche ich nicht getestet habe, aber eine sinnvolle Ergänzung zum System sein können.

Danfoss Link Raumthermostat RS

  • Raumthermostat kann für Räume mit mehreren Heizkörpern verwendet werden, um diese zu gruppieren und zentral zu steuern.
  • Beleuchtet Display und Taster mit LED.
  • Anzeige der Ist- und Sollwerttemperatur
  • Stromversorgung über zwei AA-Batterien
  • Batterielebensdauer ca. 2 Jahren

Danfoss Link FT Elektro Fußbodenthermostat

  • Eignet sich zum Ein- und Ausschalten von Elektro-Fußbodenheizungen sowie die gleichmäßige Temperierung von Elektro-Fußbodenheizungen
  • Mit integriertem Bodenfühler für genaueste Temperaturmessung
  • Benötigt eine Spannungsversorgung von 230V

Danfoss Link HC Hauptregler für Fußbodenheizung

Für Fußbodenheizungen gibt es übrigens folgenden Startersets:

Die Installation der Danfoss Link Heizungssteuerung

Installation der Danfoss Komponenten

Nachdem ich alle Danfoss Link Produkte ausgepackt habe, kann ich nun mit der Installation der Danfoss Komponenten beginnen. Dazu gibt es auch dieses übersichtliche Installationsvideo von Danfoss, welches wirklich hilfreich sein kann:

In Abbildung 5 sind die zu installierenden Komponenten dieses Tests nochmals abgebildet. Die Komponenten werden in meiner Wohnung im Wohnzimmer, Küche und Bad installiert, sodass in 3 Räumen 4 Heizkörper angesteuert werden können

  • Wohnzimmer: 1 Zentralregler Danfoss Link CC, 2 Danfoss Living Connect Heizkörperthermostate
  • Küche: 1 Danfoss Signalverstärker, 1 Danfoss Living Connect Heizkörperthermostat
  • Bad: 1 Danfoss Living Connect Heizkörperthermostat
Alle Produkte in der Übersicht: Zentralgerät, Signalverstärker, 4 Thermostate, Adapterset und Befestigungsmöglichkeiten

Abbildung 5: Danfoss Link – alle Testprodukte im Überblick

Im ersten Schritt der Installation habe ich die alten Heizkörperthermostate an allen Heizkörpern demontiert und die mitgelieferten Ventiladapter auf die Ventile geschraubt, sodass anschließend die Danfoss Link Thermostate montiert werden konnten.

Alte Heizkörperthermostate demontieren

Abbildung 6: Alte Heizkörperthermostate demontieren

Die Befestigungsringe passen auf Heizkörperventile mit dem Gewindemaße M30 x 1,5. Zusätzlich befindet sich im Lieferumfang ein Adapter für alle Danfoss RA Ventile.

WICHTIG: Da ein Großteil der alten Heizkörperventile andere Gewindemaße haben, müssen für moderne Thermostatköpfe oft Adapter eingesetzt werden, um die Kompatibilität zu gewährleisten. In meinem Beitrag „Die große Übersicht: Adapter für Thermostatventile“ findet ihr eine Übersicht verschiedener Adapter sowie eine Montageanleitung für ein Vaillant (30/30,5 mm) Ventil.

Ich habe für meine Vaillant Heizkörper verschiedene Adapter getestet und kann leider nur den Heimeier Adapter für Vaillant* empfehlen, welcher mit knapp 16 € sehr teuer ist. Günstiger bekommt man diesen Adapter, jedoch ohne Inbusschlüssel, für knapp 11 € bei Conrad Electronics. Alternative Adapter aus Kunststoff kann ich leider nicht empfehlen.

Vaillant Ventil mit Vaillant-Adapter

Abbildung 8: Vaillant Ventil mit Vaillant-Adapter

Nachdem die Ventiladapter montiert wurden, kann das Thermostat für die Montage vorbereitet werden. Dazu werden 2 AA Batterien in das Batteriefach eingelegt und das Thermostat kann auf das Ventil geschraubt werden. Durch das Drücken der Funktionstaste zieht dich das Thermostat fest und ist stabil.

Installation der Danfoss Link Thermostate: Batterien in die Thermostate einlegen, montieren und die Funktionstaste drücken, damit sich das Thermostat festzieht.

Abbildung 7: Installation der Danfoss Link Thermostate

Hinweis: Falls künftig die eine oder andere Batterie leer sein sollte, empfehle ich euch keine wiederaufladbaren AA Batterien zu verwenden. Zum einen ist die Selbstentladung bei Akkus meist viel stärker als bei normalen Batterien, sodass die Akkus, welche die Thermostatköpfe über einen relativ langen Zeitraum mit Energie versorgen sollen, meist schon vor dem Ende der Heizperiode alle sind, zum anderen haben viele Akkus eine sehr niedrige Nennspannung von nur 1,2 V, sodass Akkus oft noch sehr gut geladen sind, jedoch nicht das notwendige Spannungsniveau erreichen, um die Geräte zu betreiben.

Im nächsten Schritt habe ich den Danfoss Zentralregler Link CC Installiert. Dazu wird das Netzteil mit dem Hauptteil des Zentralreglers verbunden, sodass die Kontakte beider Komponenten aneinander liegen und ein Stromfluss möglich ist.

Installation Danfoss Link Zentralregler: Teile zusammenstecken und das Gerät ist einsatzbereit

Abbildung 9: Installation Danfoss Link Zentralregler

Anschließend kann der Zentralregler mit einer Steckdose verbunden werden, ist betriebsbereit und die Initialisierung beginnt. Dazu erfolgt zunächst ein roter Danfoss Bildschirm mit anschließender Sprach- und Länderwahl sowie der Einstellung von Datum und Uhrzeit.

Einrichtung des Danfoss Zentralreglers durch einstellen der Sprache, des Landes sowie Datum und UhrzeitAbbildung 10: Einrichtung des Danfoss Zentralreglers

Verbinden der Danfoss Link Komponenten

Nachdem alle Komponenten installiert wurden, können wir nun mit der Verbindung der Danfoss Komponenten beginnen. Dazu müsst ihr zunächst die weiße Blende vom Danfoss Zentralregler entfernen und das Wartungsmenü im Zentralregler mit einem spitzen Gegenstand aktivieren.

Danfoss Zentralregler - Aktivierung des Wartungsmenüs durch drücken des Setupknopfes unter der Gehäuseblende

Abbildung 11: Danfoss Zentralregler – Aktivierung des Wartungsmenüs

Nach der Aktivierung des Wartungsmenüs können Räume angelegt und die Thermostate den jeweiligen Räumen zugeordnet werden. Das hat aus meiner Sicht recht einfach funktioniert. Was mich zusätzlich erstaunt hat war, dass ich keinen Signalverstärker benötigt habe und die Thermostate ohne Probleme vom System in Bad und Küche erkannt wurden.

Um einen Raum hinzuzufügen, klickt ihr auf den Button „Räume und Geräte“ im Wartungsmenü. Anschließend fügt ihr einen Raum hinzu und könnt einen individuellen Namen vergeben oder über das „Wörterbuch Symbol“ einen hinterlegten Raum auswählen. Ich habe das Wohnzimmer als erstes eingerichtet. Im nächsten Menüpunkt wird euch der Raum angezeigt und es erscheint folgende Nachricht: „bis jetzt wurden dem Wohnzimmer 0 Geräte zugeordnet“. Um das zu ändern klickt ihr auf den Button „Raumgeräte“ und „Gerät hinzufügen“

Danfoss Link - einrichten eines der Räume und Thermostate

Abbildung 12: Danfoss Link – einrichten eines der Räume und Thermostate

Im nächsten Schritt könnt ihr durch das Drücken des Buttons „Registrierung beginnen“ starten. Ihr habt nun 30 Sekunden Zeit um die Funktionstaste am Heizkörperthermostat zu drücken und es im Danfoss Zentralregler zu registrieren.

War die Registration erfolgreich kann man zwischen den beiden Heizmodulen „Moderate Reaktion“ und „Schnelle Reaktion“ wählen. Im nächsten Bildschirm werden die registrierten Geräte im Raum angezeigt und man kann weitere Geräte hinzufügen oder den Raum konfigurieren.

Danfoss Link - hinzufügen eines Thermostates

Abbildung 13: Danfoss Link – hinzufügen eines Thermostates

Ich habe zunächst alle Räume angelegt und die Geräte in den Räumen registriert. Da ich die Bedienoberfläche des Zentralreglers nicht wirklich gelungen finde, habe ich mich dazu entschlossen, die Konfiguration der Heizzeiten und Raumtemperaturen nicht über den Zentralregler, sondern über die Danfoss Link App zu machen.

Installation der Danfoss Link App

Die Danfoss Link App zur Steuerung und Verwaltung der Raumtemperaturen gibt es kostenlos für Andorid und IOS runterzuladen. Um die App mit den Geräten zu verbinden, muss diese zunächst auf eurem Smartphone / Tablett installiert werden. Anschließend geht ihr über das Wartungsmenü der Zentraleinheit auf „Systemeinstellungen“, wählt „WiFi und Apps“, aktiviert das Netzwerk und akzeptiert anschließend den Danfoss Haftungsausschluss. Im nächsten Fenster könnt ihr euer Netzwerk auswählen.

Schritt für Schritt Reihenfolge um die Danfoss Link App mit dem Zentralregler zu verbinden

Abbildung 14: Danfoss Link App mit dem Zentralregler verbinden

Nachdem ihr euer Netzwerk ausgewählt habt, gebt ihr euer W-LAN Kennwort ein und das Netzwerk sollte erfolgreich hinzugefügt worden sein. Wenn der Zentralregler eine Verbindung zum Internet aufgebaut hat, kann über den Menüpunkt „App Optionen“ die Danfoss Link App hinzugefügt werden.

Schritt für Schritt Reihenfolge um die Danfoss Link App mit dem Zentralregler zu verbinden

Abbildung 15: Netzwerkeinstellungen in der Danfoss Link App

In der Danfoss App werden euch diese Schritte nochmals gezeigt, bis ihr an den Punkt kommt, wo der Verbindungscode aus dem Zentralregler in der Danfoss App eingegeben werden soll. Nach der Eingabe verbindet sich die App mit dem Zentralregler und ihr könnt eurem Danfoss Link System einen Namen geben. Ich habe es „Martin Danfoss“ genannt. Anschließend ist die App einsatzbereit und ihr könnt die wichtigsten Einstellungen über die App vornehmen.

Verbinden der Danfoss Link App mit dem Zentralregler - Schritt für Schritt Anleitung

Abbildung 17: Verbinden der Danfoss Link App mit dem Zentralregler

Einstellungen der Danfoss Link Heizungssteuerung

Nachdem Alle Komponenten sowie die Danfoss Link App miteinander verbunden sind, können die notwendigen Einstellungen für die Heizungssteuerung vorgenommen werden. Die Einstellungen für Raumtemperaturen und Heizzeiten empfehle ich über die Danfoss Link App zu erledigen, da dies aus meinen Augen wesentlich einfacher zu erledigen ist als über den Danfoss Zentralregler.

Einstellungen über die Danfoss Link App

Zur Einstellung der Heizzeiten drückt ihr das Menüsymbol in der oberen Linken Ecke und geht in den Menüpunkt Heizzeiten. Hier könnt ihr einen Raum auswählen und anschließend die Heizzeiten für den jeweiligen Tag hinterlegen.

Danfoss Link App - Einstellung der Heizzeiten - Schritt für Schritt Anleitung

Abbildung 18: Danfoss Link App – Einstellung der Heizzeiten

Mit den Raumtemperaturen ist dies ähnlich. Hier geht über das Thermometersymbol in der oberen rechten Ecke, wählt anschießend einen Raum aus und könnt die Temperaturen für den Betrieb und die Abwesenheit einstellen.

Danfoss Link App - Einstellung der Raumtemperaturen - Schritt für Schritt Anleitung

Abbildung 19: Danfoss Link App – Einstellung der Raumtemperaturen

Über den Menüpunkt in der oberen linken Ecke können zudem weitere Einstellungen in der App vorgenommen werden:

  • Status: In diesem Menüpunkt wird nur der aktuelle Status angezeigt. Bei mir steht „Alles in Ordnung“
  • Einstellungen
    • Ort Ändern: Zeigt nur den Namen des aktuellen Danfoss Link Systems und kann bei Bedarf geändert werden. Bei mir steht „Martin Danfoss“.
    • Neuen Ort hinzufügen: Wenn man seine App mit dem Zentralregler verbinden möchte und noch keinen Ort hinzugefügt hat, kann man dies hier erledigen.
    • Urlaubstemperatur: Änderung der Abwesenheitstemperatur für den Urlaubsmodus.
    • Fehler, Warnungen und Meldungen: Einstellungen über welche Details man informiert werden möchte, falls es Fehler, Warnungen oder sonstige Meldungen vom Danfoss Link System gibt.
    • Systeminformationen: Hier hat man eine Übersicht der aktuellen Danfoss Link App Version, Danfoss Link CC Version (Software auf dem Zentralregler), die Seriennummer der Danfoss Link CC Zentraleinheit sowie den hinterlegten Namen des Systems (Martin Danfoss).
    • EULA: Endandwenderlizenzvereinbarung.
  • Schaltgeräte: Aktuell gibt es keine passenden Schaltgeräte für Danfoss Link.
  • Hilfe: Link auf die Hilfeseite von Danfoss Smartheating.

Einstellungen über den Danfoss Zentralregler

Über den Danfoss Zentralregler können im Wartungsmenü über den Menüpunkt „Systemeinstellungen“ ebenfalls Einstellungen vorgenommen werden, die über die Danfoss App nicht gemacht werden können:

  • Systemeinstellungen:
    • WiFi und Apps: Netzwerkeinstellungen, verbinden mit dem WiFi sowie hinzufügen der Danfoss Link App.
    • Hydraulisches System spülen: Wird nachfolgend erklärt.
    • Pause: Das System wird über diesen Menüpunkt in den „Pausemodus“ versetzt und die Temperatur auf 6° C reduziert. Entspricht dem Frostschutzmodus anderer Hersteller.
    • Regionale Einstellungen: Hier können Land, Sprache sowie Uhrzeit und Datum angepasst werden.
    • PIN-Code: Hier kann ein Pin Code aktiviert werden, um das System zu sichern.
  • Software: 
    • Systeminformationen: In diesem Menüpunkt wird die aktuelle Software Version angezeigt sowie der aktuelle Systemstatus.
    • Software Upgrade: wird nachfolgend erklärt.
    • Demomodus: Hier kann man einen Demomodus laufen lassen.
    • Optionen verwalten: Hier können weitere Optionen angezeigt und aktiviert werden.
  • Status und Diagnose:
    • Konfiguration: Im Menüpunkt Konfiguration werden alle unzulässigen Gerätekonfigurationen angezeigt. Gibt es keine Probleme, ist das Logfile leer.
    • Netzwerk: In diesem Menüpunkt kann man die Verbindungsqualität des Netzwerkes testen.
    • Alarme: Über den Menüpunkt „Alarme“ werden Hinweise angezeigt, die für eine reibungslose Funktion des Systems behoben werden sollten.
    • Software: Da gelegentlich Softwarefehler auftreten können, kann man sich über diesen Menüpunkt alle angefallenen Fehler ansehen.

Hydraulisches System spülen: Beim Spülen des hydraulisches Systems werden für eine vorgegebene Dauer alle Heizkörperthermostate voll aufgefahren. Das Öffnen aller Thermostate kann bis zu 15 Minuten dauern.

Bei einem hydraulisch abgeglichenen System mit voreingestellten Heizkörperventilen eignet sich diese Variante jedoch nur bedingt, da hier für eine saubere Spülung des hydraulischen Netzes auch die Voreinstellungen der Heizkörperventile entfernt werden müssten. Weiterhin sollte meiner Meinung nach eine Spülung des Heizungssystems nur durch ein Fachbetrieb durchgeführt* werden. Alternativ lässt sich dieser Menüpunkt jedoch sehr gut dazu nutzen, das Heizsystem zu entlüften und mit Wasser aufzufüllen.

Danfoss Zentralregler - Hydraulisches System spülen - Einstellungen

Abbildung 20: Danfoss Zentralregler – Hydraulisches System spülen

Software Update: Im Menüpunkt Software Update kann man die Software des Danfoss CC Zentralreglers aktualisieren. Um die Software zu aktualisieren geht ihr im Wartungsmenü auf „Software“, „Software Update“ und aktualisiert die Software (wenn ein Softwareupdate zur Verfügung steht). Über den Danfoss Startbildschirm sowie dem Menüpunkt „Systeminformationen“ und „Software“ wird nun die aktualisierte Danfoss Link Softwareversion angezeigt.

Danfoss Zentralregler - Softwareupdate Schritt für Schritt Anleitung

Abbildung 21: Danfoss Zentralregler – Softwareupdate

Bedienbarkeit

Die Installation der Komponenten sowie das Anlernen und Verbinden dieser mit dem Danfoss Link Zentralregler hat sehr gut funktioniert und hat ca. 45 Minuten gedauert. Allerdings gefallen mir das Menü und die Menüführung des Zentralreglers überhaupt nicht. Die Oberfläche erinnert an eine Windows 95 Oberfläche, sodass ich für mich festgelegt habe, so viel wie möglich über die Danfoss App zu erledigen. Das betraf hauptsächlich das Einstellen der Heizzeiten und der Temperaturen.

Die Danfoss Link App ist wesentlich übersichtlicher als die Menüführung des Zentralreglers, jedoch ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man den dreh einmal raus, kann man seine individuellen Heizprofile nach eigenem Bedarf für jeden Raum hinterlegen. Leider kommt man über die App nicht in den Wartungsmodus des Zentralreglers, was ich nicht gelungen finde. Hier würde ich es begrüßen, wenn man die Möglichkeit hätte alle Einstellungen über die App zu verändern oder anzupassen.

Regelverhalten

Hier kann man nur eins sagen: Die Jahrzehntelange Erfahrung von Danfoss im Thermostat- und Heizkörperventilgeschäft kommt voll zum Tragen. Das Regelverhalten der Thermostate ist sehr genau und die gemessenen Temperaturen in den jeweiligen Räumen werden im Zentralregler übersichtlich wiedergegeben. Auch die Fensteröffnungserkennung arbeitet ausgesprochen gut und die Thermostate reagieren sehr schnell und zuverlässig.

Fazit

Nachdem ich die Danfoss Link Heizkörpersteuerung über einen längeren Zeitraum getestet habe, komme ich zu dem Schluss, dass die Regelgenauigkeit der Thermostate sehr gut ist und für eine sehr gute Behaglichkeit in allen Räumen sorgt. Es gab keine Temperaturschwankungen und die Stellgeräusche der Thermostate sind nicht hörbar.

Was mich ebenfalls sehr positiv überrascht hat war die Tatsache, dass ich den mitgelieferten Signalverstärker nicht nutzen musste. Ich hatte diesen vorsorglich mitbestellt, da ich mit Z-WAVE Produkten von Devolo Home Control (Testbericht) erhebliche Verbindungsprobleme hatte. Die Produkte von Danfoss arbeiten hier einwandfrei.

Auch haptisch und visuell konnte mir das Danfoss Link System voll überzeugt. Die einzelnen Komponenten wirken sehr hochwertig und sehen schick aus, auch wenn das Display der Thermostate auf der Stirnseite nicht immer einen optimalen Blick auf die aktuellen Einstellwerte zulässt.

Was mir nicht gefallen hat ist die Softwareoberfläche des Zentralreglers und die etwas gewöhnungsbedürftige Danfoss Link App. Die Menüführung im Zentralregler wirkt stark veraltet und die Bedienoberfläche nicht mehr Zeitgemäß. Auch wenn man über die Einstellungen im Menü des Zentralreglers die Möglichkeit hat die Darstellung zu ändern, ist die Alternative ebenfalls nicht besonders gelungen. Hier besteht auf jeden Fall Optimierungsbedarf für eine moderne und übersichtliche Bedienoberfläche.

Wie bei anderen Systemen mit programmierbaren Heizkörperthermostaten habe ich festgestellt, dass ich auch bei Danfoss Link nach der einmaligen Einstellung über die App diese nicht weiter genutzt habe. Da diese jedoch kostenlos und ohne weiteren Gateway (anders als bei Honeywell Evohome (Testbericht)) installiert werden kann, ist dies ein angenehmes Feature.

Mein Testurteil: Danfoss Link gehört zu den hochpreisigen Heizungssteuerungen und kann von der Hardwareseite äußerlich und technisch mehr als überzeugen. Hier bekommt man Spitzentechnik aus dem Hause Danfoss. Von der Softwareoberfläche war ich eher enttäuscht und bin der Meinung, dass hier sehr viel mehr rausgeholt werden kann. Für alle die der Softwareoberfläche einen geringen Stellenwert beimessen, kann ich die Danfoss Link Heizungssteuerung wärmstens weiterempfehlen.

Danfoss Link - Heizungssteuerung

Danfoss Link - Heizungssteuerung
8.3

Technologie/ Design

10/10

Lieferumfang

9/10

Installation/ Programmierung

7/10

Bedienbarkeit/ Regelverhalten

8/10

Preis

8/10

Vorteile

  • Regelgenauigkeit
  • Keine Stellgeräusche hörbar
  • Stabile Verbindung trotz Z-WAVE
  • Hochwertiges Design
  • Markenqualität

Nachteile

  • Softwareoberfläche Zentralregler
  • Keine Batterien im Starterset
  • App könnte umfangreicher sein
  • Preis

Nachfolgend habe ich noch einmal alle Komponenten aufgelistet.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Testbericht ein paar wertvolle Informationen zur Danfoss Link Heizungssteuerung liefern und euch bei eurer Kaufentscheidung weiterhelfen. Falls ihr Fragen, Anregungen oder Kritik habt, nutzt die Kommentarfunktion, ich freue mich darauf.

Liebe Grüße! Martin

Weiterführende Links und Quellen:
Danfoss Link Smartheating
Danfoss Link Bedienungsanleitung
Danfoss Link FAQ und Hilfeseite


Beitrag bewerten und teilen:

5.00 avg. rating (97% score) - 6 votes

* Affiliate Links / Letzte Aktualisierung der Preise am 22.11.2017 / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm

5 Kommentare/Fügen deinen eigenen Kommentar hinzu

  1. Dipl.-Ing. Axel Creifelds / Antworten ¬

    Hallo,
    Wenn eine zentrale Heizungsregelung Informationen von Teilheizkreisen (Heizflächen) auswerten/berücksichtigen kann, könnte das sehr wirkungsvoll sein.
    Das setzt jedoch voraus, dass Raumheizlasten nicht geschätzt/ vermutet werden, ebenso hydraulisch notwendige Volumenströme entsprechend dem jeweils notwendigem Bedarf bereitgestellt werden/sind.
    Die Vermutung hierdurch dringend notwendige Dimensionierungen aushebeln zu können, ist aus fachlicher Sicht absolut irrig.
    Zudem, wie wurde das Beworbene getestet?
    Praktisch an der eigenen Heizungsanlage? Da müssten doch belastbare Messergebnisse Vorher/Nachher vorliegen. Wo sind die?

    VG

    NB: Falls mein Beitrag nicht veröffentlich wird, eine Kopie ist vorhanden 😉

    1. Martin Schlobach / Antworten ¬

      Sehr geehrter Herr Creifelds,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider muss ich Ihnen hier widersprechen. Ein Thermostatventil besteht aus zwei Bauteilen: Thermostatkopf und Heizkörperventil (siehe mein Beitrag „Wie funktioniert ein Thermostatventil?“). Der Thermostatkopf, welcher in diesem Beitrag als Teil des Danfoss Systems vorgestellt wird, ist für die Regelung der Raumtemperatur verantwortlich und nicht für die Hydraulik in einem Heizungssystem. Die Einstellung der Volumenströme kann entweder durch das zweite Bauteil als Teil des hydraulischen Abgleichs mit einem voreinstellbaren Heizkörperventil oder der Voreinstellung der Rücklaufverschraubung am Heizkörper erfolgen. Von daher werden mit elektronischen Heizkörperthermostaten keine Dimensionierungen ausgehebelt sondern die Raumtemperaturen bedarfsgerecht geregelt. Wenn Sie den Nutzen von Thermostatköpfen in Frage stellen, stellen Sie auch die EnEV in Frage, welche den Einsatz von Regeleinrichtungen an Heizkörpern fordert (EnEV 2014, § 14 Absatz 2). Weiterhin bin ich ebenfalls der Meinung, dass für einen optimalen Heizungsbetrieb ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden sollte. Dies geschieht jedoch nicht mit Thermostatköpfen.

      Das System wurde, wie im Beitrag beschrieben, in meiner Wohnung getestet. Schwerpunkt ist hier die Installation, Einstellung, Bedienung und Regelverhalten, nicht jedoch das Einsparpotenzial des Systems.

      Liebe Grüße, Martin Schlobach

  2. Wolfgang Mayer / Antworten ¬

    Hallo Herr Schlobach,

    ich verwende das System auch, allerdings die ältere Version des Zentralreglers (ohne WLAN, noch mit SD-Karte). Falls das System funktioniert top, aber es gibt oft Verbindungsprobleme zwischen den einzelnen Komponenten (Meldungen: Raumthermostat reagiert nicht, …..).

    Ist dies nur bei älteren Komponenten so, da Sie das System als „gut funktionierend“ bezeichnen?
    Falls ja, welche Revisonen bzw. Softwarestände hatten Sie zum Testen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Mayer

    1. Martin Schlobach / Antworten ¬

      Hallo Herr Mayer,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Um Verbindungsprobleme zu beheben, kann man den Danfoss Signalverstärker einsetzen, welcher in den jeweiligen Problembereichen das Z-WAVE Signal verstärkt. Da ich ebenfalls Verbindungsprobleme mit dem Z-WAVE Funkprotokoll vermutet habe, habe ich den Verstärker mitbestellt, musste ihn aber nicht einsetzten, da bei mir alles gut funktioniert hat. Vielleicht ist das eine Lösung für Sie.

      Ich habe das System mit der Danfoss Link CC in der 4. Generation (Version 4.0.42 sowie 4.2.1061) getestet. Die Gerätegeneration 3 unterstützt leider kein W-Lan.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen damit etwas weiterhelfen.
      Liebe Grüße, Martin Schlobach

  3. Timea / Antworten ¬

    Hallo Martin,

    ich bin auf deinen interessanten Artikel gestoßen. Finde ihn sehr hilfreich. Vor allem aber deine Erläuterungen zum Testbericht vom Danfoss Link, finde ich mehr als gelungen und sehr empfehlenswert. Danke dafür.

    Liebe Grüße
    Timea

Hinterlasse einen Kommentar

* Pflichtfelder