Im sechsten Schritt der Serie „Hydraulischen Abgleich selber machen“ werden wir die Voreinstellungen der Heizkörperventile ermitteln und sind fast am Ziel des hydraulischen Abgleichs angelangt. Die Ermittlung der Voreinstellung Heizkörperventile werde ich euch für die bereits installierten Ventile der Hersteller Danfoss und Oventrop aus unserem Beispielhaus sowie für druckunabhängige Heizkörperventile (PICV) zeigen. Anschließend könnt ihr, die Voreinstellwerte von weiteren Ventilherstellern wie zum Beispiel TA Heimeier, Herz, Honeywell und anderen ermitteln.
Wichtiges Update 19.08.2025: Ich habe nun auch die Ermittlung für die Voreinstellung druckunabhängiger Heizkörperventile aufgenommen, da diese dem Stand der Technik entsprechen, die Ermittlung der Voreinstellung wesentlich einfacher ist und der hydraulische Abgleich mit diesen Ventilen auch im Teillastfall abgedeckt wird.
Wenn ihr bisher nicht wisst, was die Voreinstellung von einem Heizkörperventil bewerkstelligen soll, empfehle ich euch meine beiden Artikel zur Funktion eines hydraulischen Abgleichs und zur Funktion eines Thermostatventils. Bevor es an die Ermittlung der Voreinstellwerte geht, folgen noch ein paar Grundlagen, die wichtig für die Wahl des Heizkörperventils sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Voreinstellbare Heizkörperventile vs. druckunabhängige Heizkörperventile (PICV)
- 2 Voreinstellwerte für druckunabhängige Heizkörperventile ermitteln
- 3 Voreinstellwerte für herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile ermitteln
- 3.1 Beispielrechnung Heizkörper Nr. 1 im Vorraum
- 3.2 Übersicht der Kv-Werte fürs Beispielgebäude
- 3.3 Voreinstellung Danfoss – Einbauventil RA Serie 3 mit Voreinstellung
- 3.4 Voreinstellung Danfoss – voreinstellbares Ventilgehäuse Typ RA-N
- 3.5 Voreinstellung Oventrop – voreinstellbares Heizkörperventil AV6
- 3.6 Übersicht der Voreinstellungen fürs Beispielgebäude
- 4 Fazit
Voreinstellbare Heizkörperventile vs. druckunabhängige Heizkörperventile (PICV)
Mit der Voreinstellung an einem Heizkörperventil begrenzen wir die Wassermenge für einen Heizkörper. Da Wasser in unserem Heizungssystem der Energieträger für Wärme ist, erhält dadurch jeder Heizkörper genau die Wärmemenge, die er für die Deckung der Raumheizlast benötigt (bei mehreren Heizkörpern in einem Raum, wird diese auf die Anzahl der Heizkörper aufgeteilt).
Dadurch optimieren wir die Wasser- und somit auch die Wärmeverteilung im Gebäude. Die Voreinstellung erfolgt mit einem Voreinstellschlüssel (siehe Abbildung 1) oder per Hand, wenn möglich. Dabei hat jede Voreinstellstufe einen unterschiedlichen Wasserdurchfluss, wie in der nachfolgenden Abbildung zu sehen ist. Stufe 1 hat einen sehr kleinen Wasserdurchfluss und Stufe 6 einen sehr hohen.

Wie jedes Bauteil in einem Heizungsnetz stellt auch ein Heizkörperventil einen Widerstand für das Heizwasser dar, welcher überwunden werden muss. Mit dem Passieren des Ventils verliert das Wasser dann etwas Druck. Dieser Druckverlust wird als Differenzdruck (Delta P) über dem Ventil angegeben und ergibt sich aus dem Druck vor dem Ventil, abzüglich des Drucks nach dem Ventil.
In einem starren System kann man diese Differenzdrücke einfach berechnen. Da ein Heizungssystem jedoch kein starres System ist, sind schwankende Differenzdrücke über einem Heizkörperventil ein Problem. Schwankende Differenzdrücke entstehen beispielsweise bei sich öffnenden oder schließenden Thermostaten, wodurch sich die Volumenströme in anderen Teilen des Netzes verändern. Ein einmal berechneter Volumenstrom für einen Heizkörper und die damit ermittelte Voreinstellung gilt dann nur für den Auslegungsfall. Das bedeutet, das Heizungssystem wäre nur im Volllastfall hydraulisch abgeglichen.
Als Lösung haben Ventilhersteller druckunabhängige Heizkörperventile (PICV engl.: Pressure Independent Control Valves) entwickelt, welche zusätzlich zur Voreinstellung einen internen Differenzdruckregler besitzen und jederzeit den Volumenstrom, sowie den Differenzdruck über dem Ventil konstant halten. Die Voreinstellung gilt dann nicht nur im Auslegungsfall (Volllast), sondern auch im Teillastfall, wie den Übergangszeiten in Herbst und Frühling. In der nachfolgenden Abbildung sind beispielhaft zwei druckunabhängige Heizkörperventile abgebildet.

Herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile können den Differenzdruck nicht ausgleichen, sodass die ermittelte Voreinstellung nur für den Auslegungsfall optimal geeignet ist. Im nachfolgenden Video wird hervorragend gezeigt, welchen Einfluss ein schwankender Differenzdruck auf den Volumenstrom hat und wie dies durch den Einsatz von druckunabhängigen Heizkörperventilen verhindert werden kann. Druckunabhängige Heizkörperventile werden von allen großen Ventilherstellern wie Danfoss, Oventrop, Herz, oder IMI Heimeier angeboten.
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Zusammenfassung der Unterschiede
Druckunabhängige Heizkörperventile halten den Differenzdruck über dem Heizkörperventil konstant und können den hydraulischen Abgleich im Voll- und Teillastfall abdecken, was ganzjährig zu einer höheren Energieeinsparung und besseren Wärmeverteilung führt. Zudem ist die Ermittlung der Voreinstellwerte sehr viel einfacher. Nachfolgend sind ein paar druckunabhängige Ventile unterschiedlicher Hersteller aufgezeigt.
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Herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile können Differenzdrücke hingegen nicht ausgleichen, was bedeutet, dass die ermittelten Voreinstellwerte nur unter den Auslegungsbedingungen (Volllast) passen.
Herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile haben einen Kvs-Wert sowie mehrere Kv-Werte, was bedeutet, dass Ihr bei der Ermittlung der Voreinstellwerte einen Differenzdruck über dem Heizkörperventil annehmen müsst. Die Grundlage zum Kv- und Kvs-Wert findet ihr im nachfolgenden Abschnitt erklärt. Nachfolgend findet Ihr noch einmal die wichtigsten Eigenschaften von klassischen voreinstellbaren und druckunabhängigen Ventilen.
| Kriterium | Klassisch (voreinstellbar) | Druckunabhängig (PICV) |
| Regelprinzip | Feste Voreinstellstufe, Volumenstrom (V̇) hängt vom Differenzdruck (Δp) ab | Integrierter Differenzdruckregler hält Volumenstrom (V̇) konstant |
| Abgleich-Input | Q̇, ΔT → V̇, angenommener Δp, Kv-Wert, xp-Wert → Voreinstellstufe | Q̇, ΔT → V̇ → Voreinstellstufe |
| Verhalten bei Δp-Schwankungen | Über- oder Unterversorgung möglich, Geräuschrisiko steigt | V̇ bleibt stabil innerhalb der Spezifikation, geringere Geräuschneigung |
| Thermostatbetrieb und Teillast | Regelgüte abhängig von Ventilautorität, Teillast oft kritisch | Gute Regelgüte auch in Teillast durch druckunabhängigen Durchfluss |
| Geräuschrisiko | Erhöht bei hohem Δp und Teilöffnung | Reduziert durch Differenzdruckregelung im Ventil |
| Differenzdruckregler im Strang | In größeren Gebäuden sinnvoll bis notwendig für stabile Δp-Verhältnisse in den einzelnen Strängen | Nicht notwendig, da Δp-Regler in den einzelnen Ventilen verbaut sind. |
| Grenzen | Empfindlich gegenüber Δp-Schwankungen, Abgleich verändert sich bei Systemänderungen | Arbeitsbereich für Δp und V̇ beachten, richtige Dimensionierung ist entscheidend |
Tipp: Falls ihr die Wahl habt, solltet ihr euch für druckunabhängige voreinstellbare Heizkörperventile entscheiden, da die Ermittlung der Voreinstellwerte sehr viel einfacher ist und ein hydraulischer Abgleich ganzjährig gewährleistet werden kann.
Falls ihr die Grundlagen überspringen und direkt mit der Bestimmung der Voreinstellwerte loslegen wollt, könnt ihr hier direkt hinspringen:
- Voreinstellwerte für druckunabhängige Heizkörperventile ermitteln
- Voreinstellwerte für herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile ermitteln
Grundlagen: Kv- und Kvs-Wert
Wenn ihr euch mit dem hydraulischen Abgleich beschäftigt, und herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile verwendet, werdet ihr früher oder später mit den Begriffen des Kv- und des Kvs-Wertes konfrontiert. Diese Werte sind Produktwerte, welche vom Hersteller gemessen werden und dazu dienen, Ventile untereinander zu vergleichen, ein Ventil richtig zu dimensionieren und für den jeweiligen Einsatz auszuwählen.
Der Kv-Wert gibt dabei den Volumenstrom in m³/h bei einem Druckverlust von 1 bar über dem Heizkörperventil an (siehe Abbildung 2). Der Kv-Wert wird auch Durchflussfaktor genannt.

Wenn wir etwa ein herkömmliches voreinstellbares Heizkörperventil (Beispiel: Oventrop AV6) mit sechs Voreinstellstufen haben, ist der Kv-Wert bei jeder Voreinstellstufe anders, da auch der maximale Durchfluss unterschiedlich ist (siehe Abbildung 2).
Der Kvs-Wert gibt den Wert bei voll geöffnetem Ventil an. Es gibt bei unserem Beispielventil also fünf verschiedene Kv-Werte, jedoch nur einen Kvs-Wert (siehe Abbildung 2.1). Diese könnt ihr im Datenblatt des AV6 von Oventrop auf Seite 19 nachlesen.

Warum ist der Kv-Wert so wichtig?
Wie schon beschrieben, stellen Ventile in einem Heizungssystem einen Widerstand für das Heizungswasser dar. Daher gibt es einen Druckverlust über dem Ventil, welcher bei herkömmlichen voreinstellbaren Heizkörperventilen angenommen werden muss.
Da der Druckverlust über dem Heizkörperventil an weit entfernten Heizkörpern geringer ist (z.B. 30 mbar) als bei Heizkörpern, welche nah am Wärmeerzeuger liegen (z.B. 70 mbar), können unterschiedliche Druckverluste bei größeren Gebäuden in die Berechnung einbezogen werden und somit genauere Ergebnisse für die Voreinstellung liefern. Die Empfehlungen der Ventilhersteller schwanken bei der Angabe für den anzunehmenden Druckverlust, liegen aber in der Regel zwischen 50 – 100 mbar.
Beispielrechnung Kv-Wert mit unterschiedlichem Differenzdruck
In dem folgenden Beispiel möchte ich euch zeigen, welchen Einfluss der Differenzdruck auf die Voreinstellwerte eines Heizkörperventils hat. Für unsere Beispielrechnung nehmen wir folgende Werte an:
- Heizkörperleistung:
= 700 W
- Temperaturspreizung bei 75/55:
= 20 K
- Differenzdruck 1:
= 30 mbar = 0,03 bar
- Differenzdruck 2:
= 50 mbar = 0,05 bar
- Differenzdruck 3:
= 70 mbar = 0,07 bar
- Auslegungsproportionalbereich (Erklärung folgt im nächsten Absatz): xp = 1 K
Berechnung des Volumenstroms (falls ihr vergessen habt, wie ihr den Volumenstrom berechnen könnt, schaut einfach noch einmal im fünften Schritt der Serie „Hydraulischen Abgleich selber machen“ nach):
Zur Berechnung des Kv-Wertes rechnen wir mit folgender Formel:
Nun geben wir unsere Werte in die genannte Formel ein.
- Volumenstrom:
= 30,1 l/h = 0,0301 m³/h
- Differenzdruck 1:
= 0,03 bar
- Differenzdruck 2:
= 0,05 bar
- Differenzdruck 3:
= 0,07 bar
Kv-Wert mit Differenzdruck 1:
Kv-Wert mit Differenzdruck 2:
Kv-Wert mit Differenzdruck 3:
Nun gehen wir in das Datenblatt des AV6 von Oventrop auf Seite 19 und schauen uns die Kv-Werte an. Die angegebenen Kv-Werte je Voreinstellung entsprechen dem maximalen Kv-Wert einer Voreinstellstufe. Daher entsprechen unsere ermittelten Kv-Werte folgenden Voreinstellstufen:
= 0,174 m³/h = Stufe 3
= 0,135 m³/h = Stufe 2
= 0,114 m³/h = Stufe 2
Weiterhin können wir im Druckverlustdiagramm des Heizkörperventils die Voreinstellung anhand des Volumenstroms und des jeweiligen Differenzdrucks ablesen (siehe Abbildung 3).

Hier wird deutlich, welchen Einfluss der Druckverlust bei gleichem Volumenstrom über dem Ventil in der Berechnung für die Voreinstellung hat:
- Ein Heizkörper mit geringem Differenzdruck über dem Ventil und relativ weit entfernter Platzierung vom Wärmeerzeuger, kann zu einer höheren Voreinstellung führen.
- Ein Heizkörper mit hohem Differenzdruck über dem Ventil und relativ naher Platzierung zum Wärmeerzeuger, kann zu einer geringeren Voreinstellung führen.
Was ist der Auslegungsproportionalbereich xp?
Weiterhin spielt der Auslegungsproportionalbereich (xp) eine wichtige Rolle für den Kv-Wert. Der Auslegungsproportionalbereich gibt dabei die Reaktionsgeschwindigkeit des Thermostatkopfes (Fühlerelementes) an, also das zeitverzögerte Öffnen und Schließen des Thermostats (Hysterese). In Abbildung 2 habe ich als xp = 1 K gewählt.
Hinweis: Der xp Wert ist keine Produkteigenschaft, sondern eine Annahme, die getroffen werden muss. Für hohe Energieeinsparungen wird daher ein Auslegungsproportionalbereich von xp = 1 Kelvin empfohlen.
Beispiel für den „Auslegungsproportionalbereich“ eines Thermostatkopfes: Wir haben in unserem Raum eine gewünschte Raumtemperatur von 20 °C und einen Thermostatkopf mit xp = 1 K.
- Wenn die Raumtemperatur bei 20 °C liegt, entspricht die Stellung des Thermostatkopfes dem gewünschten Durchfluss, welcher notwendig ist, um die Raumtemperatur von 20 °C zu erreichen.
- Wenn die Raumtemperatur 21 °C erreicht, schließt der Thermostatkopf, da die Raumtemperatur 1 Kelvin höher ist als die gewünschte Raumtemperatur.
- Die Differenz zwischen gewünschter Raumtemperatur und Abweichungstemperatur beträgt also maximal 1 Kelvin.
Unser Thermostatkopf ist also in der Lage, bei einer Abweichung von 1 Kelvin der Raumtemperatur zu reagieren. Das entspricht xp = 1 K. Ein Thermostatkopf mit xp = 2 K würde dementsprechend erst bei einer Raumtemperatur von 22 °C reagieren.
Kurzfazit zur Auswahl der voreinstellbaren Heizkörperventile
Tipp: Falls Ihr noch keine voreinstellbaren Heizkörperventile an euren Heizkörpern verbaut habt, ist es sinnvoll druckunabhängige voreinstellbare Heizkörperventile zu wählen. Die Ermittlung der Voreinstellwerte ist wesentlich einfacher und der hydraulische Abgleich ist ganzjährig gewährleistet.
Druckunabhängige Ventile haben einen internen Differenzdruckregler, was den Körper des Ventils etwas „dicker“ erscheinen lässt.
- Voreinstellwerte für druckunabhängige Ventile zu ermitteln, ist sehr viel einfacher.
- Druckunabhängige Ventile arbeiten optimal im Voll- und Teillastfall.
Die Ermittlung der Voreinstellwerte für „herkömmliche“ voreinstellbare Ventile ist vergleichsweise komplex und beruht auf der Annahme für einen Druckverlust. Zudem arbeiten die herkömmlichen voreinstellbaren Ventile nur im Volllastfall optimal (sehr wenige Tage im Jahr). Nachfolgend zeige ich euch, wie ihr die Voreinstellwerte für druckunabhängige und herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile ermitteln könnt.
Voreinstellwerte für druckunabhängige Heizkörperventile ermitteln
Das Besondere an druckunabhängigen Heizkörperventilen ist, dass ihr den Volumenstrom direkt am Ventil einstellen könnt. In Abbildung 4 ist beispielhaft eine Voreinstellkulisse eines druckunabhängigen Heizkörperventils zu sehen (in Anlehnung an Heimeier Eclipse). Über eine Skala auf den Ventilen könnt ihr direkt den berechneten Volumenstrom in Litern pro Stunde (l/h) einstellen. Die Werte der Skala findet ihr in Tabelle 2.

| Stufe | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
| l/h | 10 | 20 | 30 | 40 | 50 | 60 | 70 | 80 | 90 | 100 |
Anhand der Tabelle könnt ihr nun die Voreinstellwerte für eure druckunabhängigen Heizkörperventile ermitteln, wie im nachfolgenden Beispiel zu sehen.
Beispielrechnung Heizkörper Nr. 1 im Vorraum
- Volumenstrom: 27 l/h
- Größer als 20 l/h (Stufe 2)
- Kleiner als 30 l/h (Stufe 3)
- Voreinstellstufe: 3
Da der Volumenstrom größer als 20 l/h (Stufe 2) und kleiner als 30 l/h (Stufe 3) ist, muss der Voreinstellwert für Stufe 3 gewählt werden. Dies führt ihr nun für alle Heizkörper durch und habt eure Voreinstellwerte – Fertig. Ihr könnt nun zum nächsten Schritt 7, der Ermittlung der Pumpenleistung, gehen.
| Raum | HK Nr. | Volumenstrom | Voreinstellwert |
| Vorraum (EG) | 1 | 27 l/h | 3 |
| Toilette (EG) | 2 | 4 l/h | 1 |
| Waschraum (EG) | 3 | 6 l/h | 1 |
| Küche (EG) | 4 | 26 l/h | 3 |
| Wohnzimmer (EG) | 5 | 39 l/h | 4 |
| 6 | 39 l/h | 4 | |
| Flur (EG) | 7 | 16 l/h | 2 |
| Schlafen (OG) | 8 | 24 l/h | 3 |
| Bad (OG) | 9 | 18 l/h | 2 |
| Büro (OG) | 10 | 35 l/h | 4 |
| Gast (OG) | 11 | 29 l/h | 3 |
| Flur (OG) – NEU | 12 | 29 l/h | 3 |
Voreinstellwerte für herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile ermitteln
Bei herkömmlichen voreinstellbaren Heizkörperventilen ist die Ermittlung der Voreinstellwerte schwieriger. Hierfür müssen wir das Wissen rund um die Kv-Werte anwenden. Für unser Beispielgebäude rechnen wir mit einem pauschalen Druckverlust von 50 mbar über jedem Heizkörperventil – dies ist eine Annahme, die getroffen werden muss. Im folgenden Beispiel berechne ich den Kv-Wert für den Vorraum in unserem Beispielgebäude.
Beispielrechnung Heizkörper Nr. 1 im Vorraum
- Volumenstrom
= 27 l/h = 0,027 m³/h
- Differenzdruck:
= 0,05 bar
Der Kv-Wert für das Heizkörperventil am Heizkörper im Vorraum beträgt 0,121 m³/h.
Diesen Vorgang müsst Ihr nun für alle Heizkörper durchführen. Erstellt euch hierfür am besten eine kleine Excel-Tabelle, welche den Kv-Wert automatisch für euch berechnet.
Übersicht der Kv-Werte fürs Beispielgebäude
In Tabelle 4 seht ihr die ermittelten Kv-Werte für unser Beispielgebäude.
| Raum | HK Nr. | Volumenstrom | Kv-Wert | |
| Vorraum (EG) | 1 | 50 mbar | 27 l/h | 0,121 |
| Toilette (EG) | 2 | 50 mbar | 4 l/h | 0,017 |
| Waschraum (EG) | 3 | 50 mbar | 6 l/h | 0,025 |
| Küche (EG) | 4 | 50 mbar | 26 l/h | 0,117 |
| Wohnzimmer (EG) | 5 | 50 mbar | 39 l/h | 0,176 |
| 6 | 50 mbar | 39 l/h | 0,176 | |
| Flur (EG) | 7 | 50 mbar | 16 l/h | 0,073 |
| Schlafen (OG) | 8 | 50 mbar | 24 l/h | 0,106 |
| Bad (OG) | 9 | 50 mbar | 18 l/h | 0,079 |
| Büro (OG) | 10 | 50 mbar | 35 l/h | 0,178 |
| Gast (OG) | 11 | 50 mbar | 29 l/h | 0,129 |
| Flur (OG) – NEU | 12 | 50 mbar | 29 l/h | 0,129 |
Voreinstellung Danfoss – Einbauventil RA Serie 3 mit Voreinstellung
Da wir nun die Kv-Werte für alle Heizkörper berechnet haben, ist es uns möglich, die Voreinstellwerte aus den Datenblättern der jeweiligen Heizkörperventile zu ermitteln.
WICHTIG: RA-N Ventil ist nicht gleich RA-N Ventil! Es kommt auch auf die Anschlussnennweite an und darauf, ob es sich um ein Eckventil oder ein Durchgangsventil handelt. Es gibt unzählige Varianten eines Typs und jede Variante hat ihre eigenen Kv- und Voreinstellwerte. Hier müsst ihr sorgfältig recherchieren.
Hinweis: Wenn ihr noch keine herkömmlichen voreinstellbaren Heizkörperventile installiert habt (und euch gegen druckunabhängige Ventile entscheiden solltet), wird von den Ventilherstellern empfohlen, bei der Auswahl darauf zu achten, dass der Kvs-Wert eines Heizkörperventils gering ist und dem errechneten Kv-Wert nahekommt. Ziel ist es somit, eine größere Voreinstellung zu erreichen. Das nachfolgende Beispiel soll dies zeigen:
Angenommen, ihr habt einen Kv-Wert von 0,224 ermittelt und eine Firma (zum Beispiel Danfoss) gibt euch zwei Heizkörperventile zur Auswahl, welche beide als höchste Voreinstellstufe die Stufe 7 haben, jedoch unterschiedliche Kv-Werte aufweisen.
Beispiel: = 50 l/h,
= 50 mbar, xp = 1 K, Kv = 0,224
Ventil 1: Danfoss RA-N 10 – Bei Kv = 0,244 m³/h Voreinstellung: 5 (max. 7)
Ventil 2: Danfoss RA-UN 10 – Bei Kv = 0,244 m³/h Voreinstellung: 6 (max. 7)
In diesem Fall lautet die Empfehlung, sich für das Ventil RA-UN 10 zu entscheiden.
Da sich in unserem Beispielgebäude überwiegend Heizkörperventile der Firma Danfoss befinden, beginnen wir mit diesem Fabrikathersteller. Als Beispiel nehmen wir einen Heizkörper mit voreinstellbarem Heizkörperventil aus dem Wohnzimmer (siehe Abbildung 5). Es handelt sich dabei um einen Ventilheizkörper mit integriertem Heizkörperventil RA der Serie „3“ N mit roter Voreinstellkrone. In vereinzelten Heizkörpern ist auch das Heizkörperventil RA der Serie „3“ U mit gelber Voreinstellkrone (für geringe Volumenströme) verbaut.
Zur Ermittlung der Einstellwerte arbeiten wir mit dem folgenden Datenblatt der Firma Danfoss für das Danfoss Ventil – Serie „3“ mit Voreinstellung. Das Datenblatt findet ihr hier: Datenblatt: Einbauventil Serie 3 mit Voreinstellung.

Zunächst öffnen wir das Datenblatt für unser Ventil und finden auf Seite 1 die Kv-Werte für die jeweiligen Voreinstellungen. Für das Einbauventil RA-N mit xp = 1 K ergeben sich folgende Kv-Werte:
| AP | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 | Stufe 7 | Stufe N |
| Xp = 1K | 0,11 | 0,15 | 0,20 | 0,25 | 0,31 | 0,37 | 0,44 | 0,57 |
| Xp = 2K | 0,14 | 0,21 | 0,26 | 0,32 | 0,46 | 0,59 | 0,73 | 0,87 |
Der Kv-Wert für unseren Beispielheizkörper aus dem Wohnzimmer beträgt Kv = 0,176 und liegt zwischen 0,15 (Stufe 2) und 0,20 (Stufe 3). Somit erhält das Heizkörperventil im Wohnzimmer eine Voreinstellung von 3.
Bei unserem Einbauventil der Serie „3“ RA-N und RA-U der Firma Danfoss kann man die Einstellwerte ohne Spezialwerkzeug einstellen. Dazu dreht ihr die Voreinstellung einfach auf die Einstellmarkierung am Heizkörperventil und erhaltet somit eure Voreinstellung (siehe Abbildung 6).

Voreinstellung Danfoss – voreinstellbares Ventilgehäuse Typ RA-N
Der Badheizkörper im Obergeschoss besitzt ein voreinstellbares Eckventil des Typs RA-N der Firma Danfoss. Da es sich bei dem Badheizkörper um einen Kompaktheizkörper handelt, ist das Ventil nicht im Heizkörper integriert. Daher ist es notwendig, zu wissen, welche Anschlussnennweite (DN) der Heizkörper hat. In unserem Fall ist die Anschlussnennweite DN10 = 3/8″ (Zoll) = 17,2 mm (Außendurchmesser).
Der Badheizkörper besitzt demzufolge laut Datenblatt ein voreinstellbares Ventilgehäuse „RA-N 10“. Um nun die Voreinstellung zu ermitteln, gehen wir in das Datenblatt des Heizkörperventils Typ RA-N auf Seite 2 und suchen den Kv-Wert für das RA-N 10. Hier sehen wir, dass unser Kv-Wert von 0,079 beim RA-N 10, bei xp = 1 K größer als Stufe 1 (0,04) und kleiner als Stufe 2 (0,09) entspricht. Die Wahl fällt daher auf die Voreinstellung 2.
| AP | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 | Stufe 7 | Stufe N |
| Xp = 1K | 0,04 | 0,09 | 0,14 | 0,21 | 0,23 | 0,27 | 0,28 | 0,34 |
| Xp = 2K | 0,04 | 0,09 | 0,16 | 0,25 | 0,32 | 0,38 | 0,42 | 0,56 |
Bei dem voreinstellbaren Heizkörperventil Typ RA-N 10 der Firma Danfoss ist ebenfalls kein Spezialwerkzeug für die Voreinstellung nötig. Eine Anleitung zur Voreinstellung findet ihr im Datenblatt auf Seite 3.
Voreinstellung Oventrop – voreinstellbares Heizkörperventil AV6
Die Fußbodenerwärmung mit der Oventrop Einzelraumregelung und Rücklauftemperaturbegrenzung („Unibox vario“ mit dem Thermostat „Uni RTLH“) besitzt das voreinstellbare Heizkörperventil AV6. Um den Voreinstellwert für das Heizkörperventil zu ermitteln, gehen wir in das Datenblatt der „Oventrop „Unibox“ Einzelraumregelung und Rücklauftemperaturbegrenzung in Flächenheizungen“ auf Seite 4.
Wir können nun mit unserem berechneten Volumenstrom die Voreinstellung aus dem Druckverlustdiagramm ablesen (siehe Abbildung 7). Unser Volumenstrom für die Fußbodenerwärmung beträgt = 26,23 l/h (siehe Abbildung 4).

Die Voreinstellung für das Heizkörperventil AV6 der Firma Oventrop bei = 50 mbar, xp = 4 K und einem Volumenstrom von
= 26,23 l/h entspricht der Stufe 2. Für die Voreinstellung des Oventrop AV6 wird ein Spezialschlüssel benötigt.
Übersicht der Voreinstellungen fürs Beispielgebäude
Nachfolgend findet ihr die Übersicht der verbauten Heizkörperventile und deren Voreinstellungen für unser Beispielgebäude. Es sind folgende Ventiltypen verbaut:
- Danfoss Einbauventil Serie 3 RA-N (D E3 RA-N)
- Danfoss Einbauventil Serie 3 RA-U (D E3 RA-U)
- Danfoss voreinstellbares Ventilgehäuse Typ RA-N (D VV RA-N)
- Oventrop AV6 in RLT Unibox (OV AV6)
| Raum | HK Nr. | Ventiltyp | Kv-Wert | Voreinstellung |
| Vorraum (EG) | 1 | D E3 RA-N | 0,121 | 2 |
| Toilette (EG) | 2 | D E3 RA-U | 0,017 | 1 |
| Waschraum (EG) | 3 | D E3 RA-U | 0,025 | 1 |
| Küche (EG) | 4 | OV AV6 | 0,117 | 2 |
| Wohnzimmer (EG) | 5 | D E3 RA-N | 0,176 | 3 |
| 6 | D E3 RA-N | 0,176 | 3 | |
| Flur (EG) | 7 | D E3 RA-U | 0,073 | 4 |
| Schlafen (OG) | 8 | D E3 RA-N | 0,106 | 1 |
| Bad (OG) | 9 | D VV RA-N | 0,079 | 2 |
| Büro (OG) | 10 | D E3 RA-N | 0,178 | 3 |
| Gast (OG) | 11 | D E3 RA-U | 0,129 | 2 |
| Flur (OG) – NEU | 12 | D E3 RA-U | 0,129 | 2 |
Fazit
Ihr habt jetzt erfahren, wie ihr die Voreinstellwerte für druckunabhängige und herkömmliche voreinstellbare Heizkörperventile ermitteln könnt. Dabei wird deutlich, dass die Ermittlung für druckunabhängige Heizkörperventile wesentlich einfacher und genauer ist.
Mit den nun vorhandenen Daten können wir die Voreinstellung der Heizkörperventile vornehmen. Durch die Voreinstellung der Heizkörperventile haben wir einen wichtigen Schritt zur Optimierung des Fließverhaltens in unserem Heizungssystem getan. Dennoch ist der hydraulische Abgleich noch nicht abgeschlossen.
Im ersten Schritt der Serie „hydraulischen Abgleich selber machen“ habe ich geschrieben, dass in größeren Gebäuden der Einsatz von Differenzdruckreglern zu empfehlen ist. Da wir jedoch ein relativ überschaubares Gebäude und eine elektronisch geregelte Pumpe der Energieeffizienzklasse A im Einsatz haben, verzichten wir auf den Einsatz von Differenzdruckreglern.
Wichtig: Wenn druckunabhängige Heizkörperventile eingesetzt werden, werden keine Differenzdruckregler benötigt, auch nicht in großen Gebäuden mit einem komplexen Heizungsnetz.
Im nächsten Schritt der Serie „Hydraulischen Abgleich selber machen“ können wir nun die Parameter für unsere Heizungspumpe bestimmen. Falls ihr Fragen, Anregungen oder Kritik habt, nutzt die Kommentarfunktion.
Wichtig: Den Schritt der Voreinstellung könnt ihr nur vornehmen, wenn in euren Heizkörpern voreinstellbare Heizkörperventile installiert sind. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es notwendig eine Fachfirma einzuschalten, die euch voreinstellbare Heizkörperventile einbaut. Hier kann es sein, dass nur der Einsatz getauscht werden muss oder das gesamte Ventil. Wenn ihr keinen Fachbetrieb in eurer Nähe kennt, könnt ihr unter dem folgenden Link kostenlos und unverbindlich bis zu fünf Angebote von Fachfirmen aus eurer Region anfordern: Heizungsfachbetriebe finden.
Im Folgenden findet ihr die Übersicht zur Serie „Hydraulischen Abgleich selber machen“:
- Hydraulischer Abgleich – Beispiel an einem Einfamilienhaus
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 1: Grundlagen
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 2: Heizlastberechnung
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 3: Datenaufnahme
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 4: Berechnen der Heizkörperleistung
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Korrektur: Fußbodenheizung oder Fußbodenerwärmung?
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 5: Volumenstrom berechnen
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 6: Voreinstellung der Heizkörperventile
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 7: Heizungspumpe berechnen
- Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 8: Heizkurve einstellen
Zugehörige Beiträge zum hydraulischen Abgleich außerhalb der Serie:
- Was ist ein hydraulischer Abgleich?
- Wie funktioniert ein Thermostatventil?
- Berechnung von alten Heizkörpern im Bestand
- Kosten für einen hydraulischen Abgleich berechnen
- Automatischer hydraulischer Abgleich – Alles Quatsch?!
- Hydraulischer Abgleich im Vergleich: Statisch vs. Dynamisch vs. Adaptiv vs. Thermisch
Wichtig: Bevor ihr mit der Anleitung zum hydraulischen Abgleich beginnt, weise ich euch darauf hin, dass die hier geschilderten Arbeitsweisen auf persönlichen Erfahrungen und gängigen Empfehlungen zum hydraulischen Abgleich basieren. Das Ausprobieren und das Implementieren der beschriebenen Vorgehensweisen erfolgt ausschließlich auf eigene Verantwortung und Gefahr. Weiterhin empfehle ich euch, die berechneten Werte immer von einem Fachbetrieb oder einem Ingenieurbüro prüfen zu lassen. Denn auch wenn der hier beschriebene Weg einfach erscheint, können sich immer wieder Rechenfehler einschleichen.
Viele Grüße! Martin
Weiterführende Links und Quellen:
Danfoss – Hydraulischer Abgleich leicht gemacht
Wikipedia – Nennweite
Der KV-Wert – hydraulischer-abgleich.de
Die Ventilautorität – hydraulischer-abgleich.de



![Rendered by QuickLaTeX.com \[\boxed{\dot V= 0,86 \cdot \frac{700 W} {20K}= \underline{\underline{30,1\frac{l}{h}}}}\]](https://cdn.haustechnikverstehen.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-01643190d60d515459f51a7f369ca919_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \[\boxed{Kv =\dot V \cdot \sqrt \frac{1 bar} {\Delta p}}\]](https://cdn.haustechnikverstehen.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-6c7b7a1f3a3abffd74369e493bd23016_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \[\boxed{Kv =0,0301m^3/h \cdot \sqrt \frac{1 bar} {0,03bar} = \underline{\underline{0,174\frac{m^3}{h}}}}\]](https://cdn.haustechnikverstehen.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-167939285248f4bbdd8ba6f17aae5bb2_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \[\boxed{Kv =0,0301m^3/h \cdot \sqrt \frac{1 bar} {0,05bar} = \underline{\underline{0,135\frac{m^3}{h}}}}\]](https://cdn.haustechnikverstehen.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-ed5c9406c335fb6209cccf5370c4a5a0_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \[\boxed{Kv =0,0301m^3/h \cdot \sqrt \frac{1 bar} {0,07bar} = \underline{\underline{0,114\frac{m^3}{h}}}}\]](https://cdn.haustechnikverstehen.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-f4081933c81ab968789d6b64c141731b_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \[\boxed{Kv = \frac{0,027m^3/h} {\sqrt{0,05bar}}= \underline{\underline{0,121\frac{m^3}{h}}}}\]](https://cdn.haustechnikverstehen.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-916d3ce32e2455dc8e735625bbfa7617_l3.png)





