Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 einfach erklärt

von | Aktualisiert am 04.02.2026 | 20 Kommentare

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In meinem heutigen Beitrag stelle ich euch die Heizlastberechnung vor. Ich zeige euch, was die Heizlast ist, wie sie berechnet wird und weshalb die Heizlast für die Dimensionierung einer Wärmepumpe so wichtig ist. Zudem habe ich die wichtigsten Fragen und Antworten zur Heizlast für euch zusammengefasst.

Kurz vorweg: Die Heizlast spielt in der Heizungstechnik eine wichtige Rolle, denn sie ist die Grundlage für die Dimensionierung einer Heizungsanlage. Dazu gehören etwa Wärmeerzeuger (etwa Wärmepumpen und Heizkessel) und Heizflächen (etwa Heizkörper und Flächenheizungen). Die Heizlast wird nach der DIN EN 12831 berechnet und ist für die folgenden Bestimmungen unerlässlich:

  • Dimensionierung des Wärmeerzeugers (Heizkessel/-therme oder Wärmepumpe).
  • Dimensionierung der Heizkörper oder Fußbodenheizung pro Raum/Zone
  • Berechnung der Ventileinstellungen für den hydraulischen Abgleich.

Doch der Reihe nach. Schauen wir uns zunächst an, was die Heizlast eigentlich ist. Hier findet ihr übrigens ein passendes YouTube-Video von mir zu diesem Artikel:

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Was ist die Heizlast?

Die Heizlast eines Gebäudes ist der notwendige Wärmestrom, der einem Gebäude zugeführt werden muss, um die gewünschte Innentemperatur bei einer festgelegten Außentemperatur zu erreichen.

Das bedeutet, unser Gebäude hat an einem sehr kalten Wintertag zunächst einmal einen Wärmeverlust aufgrund eines Temperaturunterschieds, zwischen der Soll-Innentemperatur (z. B. 20 °C) und einer genormten Auslegungsaußentemperatur (z. B. -14 °C) über die Gebäudehülle.

Dabei gibt es viele Faktoren (siehe Abbildung 1), die dafür sorgen, dass Wärme aus einem Gebäude verloren geht. Dazu gehören Wärmeverluste über die Gebäudehülle wie Dach, Außenwände, Grund, Fenster, Türen, aber auch Abgasverluste, Undichtigkeiten in der Gebäudehülle, Wärmeverluste über Lüftungsanlagen oder über die Warmwasserbereitung. In Abbildung 1 ist dies beispielhaft dargestellt.

Wärmeverlust in einem Gebäude über die Gebäudehülle und Undichtigkeiten - Quelle: Martin Schlobach, aus: „Haustechnik für Dummies“, Wiley-VCH 2023. Verwendet mit Genehmigung.
Abbildung 1: Wärmeverlust in einem Gebäude über die Gebäudehülle und Undichtigkeiten – Quelle: Martin Schlobach, aus: „Haustechnik für Dummies“, Wiley-VCH 2023. Verwendet mit Genehmigung.

Um diese Verluste auszugleichen und ein behagliches Raumklima beizubehalten, muss dem Gebäude Wärme mittels Wärmeerzeuger (etwa Wärmepumpen oder Heizkessel) zugeführt werden. Der berechnete Wärmestrom (die Heizlast) ist die notwendige Heizleistung, die ein Wärmeerzeuger dann dem Gebäude zur Verfügung stellen muss (siehe Abbildung 2). Es ist also wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Energiezufuhr und Wärmeverlust herzustellen, wie in Abbildung 2 zu sehen ist.

Ausgleich des Wärmeverlustes durch eine Heizungsanlage - Quelle: Martin Schlobach, aus: „Haustechnik für Dummies“, Wiley-VCH 2023. Verwendet mit Genehmigung.
Abbildung 2: Ausgleich des Wärmeverlustes durch eine Heizungsanlage – Quelle: Martin Schlobach, aus: „Haustechnik für Dummies“, Wiley-VCH 2023. Verwendet mit Genehmigung.

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Berechnung der Heizlast nach DIN EN 12831

Berechnet wird die Heizlast in Deutschland nach DIN EN 12831-1:2017-09 in Verbindung mit der nationalen Ergänzung DIN/TS 12831-1:2020-04. Sie ist die wichtigste Grundlage für die Ermittlung der Heizleistung einer Heizungsanlage und Grundvoraussetzung für viele Fördermaßnahmen wie den hydraulischen Abgleich oder beim Einbau einer neuen Wärmepumpe.

In der nationalen Ergänzung (DIN/TS 12831-1:2020-04) sind die Auslegungsaußentemperaturen (Norm-Außentemperatur) für Deutschland postleitzahlengenau hinterlegt und basieren auf dem kältesten Zweitagesmittel der Außentemperatur, welches statistisch etwa alle zwei Jahre auftritt. In der nachfolgenden Tabelle findet ihr dafür zwei Beispiele.

OrtPLZAuslegungsaußentemperatur
Köln50670-7,7 °C
Oberwiesenthal09484-16,1 °C
Tabelle 1: Beispielhafte Auslegungsaußentemperaturen

Für die Innentemperaturen werden entweder Temperaturen nach Nutzung (z. B. Wohnräume, Bäder, Flure), wie in der DIN beschrieben, verwendet, oder es werden Soll-Innentemperaturen mit den Bauverantwortlichen vereinbart. Nachfolgend findet ihr beispielhafte Innentemperaturen für verschiedene Nutzungsbereiche:

Art des Gebäudes/RaumsInnentemperatur
Wohnraum20 °C
Badezimmer24 °C
Klassenraum20 °C
Museum/Galerie16 °C
Tabelle 2: Beispielhafte Innentemperaturen als Anhaltswerte

Wärmeverlust über Gebäudebauteile – der U-Wert

Ein großer Teil der Wärmeverluste erfolgt über die Gebäudehülle, also über Außenwände, Dach, Fenster, Türen oder die Bodenplatte. Diese sogenannten Transmissionswärmeverluste könnt ihr euch wie den Wärmeverlust eures Körpers an einem kalten Wintertag vorstellen: Je „dünner“ eure Jacke ist, desto schneller geht Wärme nach außen verloren und desto schneller wird euch kalt. Euer Körper muss dann mehr Wärme bereitstellen und eine „dicke“ Jacke würde euch länger warmhalten.

Wie gut oder schlecht ein Stoff Wärme durchlässt, wird über den Wärmedurchgangskoeffizienten (kurz U-Wert) eines Stoffes beschrieben. Der U-Wert ist daher eine der wichtigsten Größen zur Beurteilung der Wärmeverluste über die Gebäudehülle eines Gebäudes.

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme pro Sekunde, pro Quadratmeter Bauteilfläche und Kelvin Temperaturdifferenz zwischen innen und außen hindurchfließt. Je kleiner der U-Wert eines Bauteils ist, desto langsamer strömt die Wärme vom warmen Innenraum nach außen. Die Einheit lautet Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/(m²·K)).

Zur Erinnerung: Die Einheit Watt ist eine Leistungsangabe und gibt den Energieumsatz pro Zeiteinheit an. 1 Watt = 1 Joule pro Sekunde (1 W = 1 J/s) – siehe Watt – Wikipedia.

In der nachfolgenden Tabelle sind beispielhafte U-Werte für verschiedene Bauteile und deren Wärmeverlust bei einer Temperaturdifferenz von ΔT = 34 K (z. B. 20 °C innen, −14 °C außen) angegeben:

BauteilU-WertWärmeverlust
[bei ΔT = 34 K]
Außenwand Altbau ungedämmt (1949–1957)1,40 W/(m²·K)ca. 48 W/m²
Gut gedämmte Außenwand (GEG-Niveau)0,28 W/(m²·K)ca. 8 W/m²
Altes Holzfenster, einfach verglast4,70 W/(m²·K)ca. 160 W/m²
Modernes Fenster mit 3-fach-Verglasung0,80 W/(m²·K)ca. 27 W/m²
Ungedämmtes Steildach / Dachboden1,00 W/(m²·K)ca. 34 W/m²
Gedämmte oberste Geschossdecke (GEG-Niveau)0,20 W/(m²·K)ca. 8 W/m²
Tabelle 3: Beispielhafte U-Werte verschiedener Bauteile bei ΔT = 34 K (z. B. 20 °C innen, −14 °C außen)

Der U-Wert eines Bauteils (z. B. Außenwand) ergibt sich immer aus dem gesamten Schichtenaufbau, also etwa Innenputz, Mauerwerk, Dämmung und Außenputz. Die Dicke und Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Schichten bestimmen dann gemeinsam, wie gut oder schlecht ein Bauteil Wärme durchlässt.

Hinweis: Ein gut gedämmtes Gebäude ist daher wesentlich energieeffizienter als ein ungedämmter Altbau, weil es im gleichen Zeitraum weniger Wärme verliert.

Im Gebäudeenergiegesetz (GEG) sind daher für Neubauten und Gebäudesanierungen Mindest-U-Werte vorgegeben, die eingehalten werden müssen. In der Heizlastberechnung gehen diese U-Werte direkt in die Transmissionswärmeverluste ein und beeinflussen damit die Höhe der Norm-Heizlast.

Die Norm-Heizlast

Die Norm-Heizlast \Phi_{HL} (sprich: Phi HL) kann für das gesamte Gebäude oder raumweise bestimmt werden und setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  • Norm-Transmissionswärmeverluste \Phi_{T} (sprich: Phi T): sind die Wärmeverluste über die Gebäudehülle (Außenwände, Dach, Fenster, Türen oder Bodenplatte)
  • Norm-Lüftungswärmeverluste \Phi_{V} (sprich: Phi V): sind die Wärmeverluste durch einen notwendigen Luftaustausch (Infiltration (Undichtheiten), Fensterlüftung oder Lüftungsanlagen).
  • zusätzliche Aufheizleistung \Phi_{HU} (sprich: Phi HU) ist eine zusätzliche Heizleistung, die eine Heizungsanlage zum Wiederaufheizen des Gebäudes nach einer Pause, wie der Nachtabsenkung oder einem längeren Urlaub, benötigt. Die zusätzliche Aufheizleistung ist eine optionale Größe.

In der Praxis wird die Heizlast raum- oder zonenweise berechnet und anschließend zur Gesamtheizlast eines Gebäudes aufaddiert. Somit ist es möglich, die raumweise Leistung der Heizflächen (etwa Heizkörper) sowie die notwendige Leistung des Wärmeerzeugers sinnvoll zu dimensionieren.

Hinweis: Die Heizlast wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) angegeben.

Mit der folgenden Formel kann die raumweise Heizlast \Phi_{HL,i} (sprich: Phi HL für einen beheizten Raum i) ermittelt werden. Wie die einzelnen Transmissions- und Lüftungswärmeverluste sowie die zusätzliche Aufheizleistung ermittelt werden, schauen wir uns in den nachfolgenden Abschnitten an.

    \[\boxed{\Phi_{HL,i}=(\Phi_{T,i} + \Phi_{V,i}) + \Phi_{HU,i}  \quad [W]}\]

Der Norm-Transmissionswärmeverlust

Der Norm-Transmissionswärmeverlust \Phi_{T,i} eines beheizten Raums (i) beschreibt die Wärmeverluste über die Gebäudehülle und angrenzende Bereiche in der Einheit Watt.

In der DIN EN 12831-1 wird er über sogenannte Transmissionswärmetransferkoeffizienten H_{T,ix} und die Temperaturdifferenz zwischen Norm-Innen- und Norm-Außentemperatur abgebildet.

Mit der folgenden Formel werden die gesamten Norm-Transmissionswärmeverluste eines beheizten Raums (i) berechnet:

    \[ \boxed{\Phi_{T,i} = (H_{T,ie} + H_{T,ia} + H_{T,iae} + H_{T,iaBE} + H_{T,ig}) \cdot (\theta_{int,i} - \theta_e)} \]

Die einzelnen Anteile H_{T,ix} stehen für unterschiedliche Wärmeverlustpfade:

  • H_{T,ie} – Wärmeverlust direkt nach außen, z. B. über Außenwände, Fenster, Außentüren oder Dachflächen.
  • H_{T,iae} – Wärmeverlust nach außen über unbeheizte Räume oder benachbarte Einheiten, z. B. beheizter Raum → unbeheizter Keller/Dachboden → Außenluft.
  • H_{T,iaBE} – Wärmeverlust an andere Gebäudeeinheiten, z. B. in eine angrenzende, fremde Wohnung mit deutlich niedrigerer Raumtemperatur.
  • H_{T,ia} – Wärmeverlust an angrenzende beheizte Räume, wenn der Nachbarraum auf einem anderen Temperaturniveau liegt (z. B. 20 °C Wohnraum neben 15 °C Treppenhaus).
  • H_{T,ig} – Wärmeverlust ans Erdreich, z. B. über erdberührte Kellerwände oder Bodenplatten.

Je nach Gebäude kommen nicht alle Anteile in der Berechnung vor. In einem vollständig beheizten, kompakten Gebäude ohne unbeheizte Zonen, können beispielweise H_{T,iae} und H_{T,iaBE} entfallen. Mathematisch gilt: Die Summe aller relevanten Transmissionswärmetransferkoeffizienten H_{T,ix} eines Raums wird mit der Temperaturdifferenz (\theta_{int,i} - \theta_{e}) multipliziert. Daraus ergibt sich dann der Norm-Transmissionswärmeverlust \Phi_{T,i} in Watt.

Die Norm-Lüftungswärmeverluste

Neben den Transmissionswärmeverlusten über die Gebäudehülle berücksichtigt die Heizlastberechnung auch die Norm-Lüftungswärmeverluste. Sie beschreiben die Wärmeverluste, die durch den notwendigen Luftaustausch entstehen, also durch Infiltration (Undichtheiten), Fensterlüftung oder Lüftungsanlagen im Gebäude.

Die Norm unterscheidet dabei in zwei Verfahren:

  • ein vereinfachtes Verfahren für relativ luftdichte Wohngebäude ohne Lüftungsanlage und ohne Außenwandluftdurchlässe
  • ein allgemeines Verfahren für Gebäude mit Lüftungsanlagen, Wärmerückgewinnung (WRG), Außenwandluftdurchlässen oder besonderen Luftvolumenströmen (z. B. Verbrennungsluft).
Vereinfachtes Verfahren (Gebäude ohne Lüftungsanlagen)

Für ein relativ luftdichtes Wohngebäude ohne eine ventilatorgestützte Lüftung, werden die Norm-Lüftungswärmeverluste eines beheizten Raums (i) im vereinfachten Ansatz über den Mindest-Luftvolumenstrom des Raums bestimmt. Dazu gehören beispielweise typische Wohngebäude ohne Lüftungsanlagen (etwa ohne kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)). Hier wird folgende Formel herangezogen:

    \[ \boxed{\Phi_{V,i} = \rho \cdot c_p \cdot q_{v,\min,i}\cdot\left(\theta_{int,i} - \theta_e\right)\quad [W]} \]

mit

  • \rho – Dichte der Luft bei Norm-Innentemperatur, in kg/m³
  • c_p – spezifische Wärmekapazität der Luft, in Wh/(kg * K)
  • q_{v,\min,i} – Mindest-Luftvolumenstrom des Raums (i), in m³/h
  • \theta_{int,i} – Norm-Innentemperatur des Raums (i), in °C
  • \theta_e – Norm-Außentemperatur/Auslegungsaußentemperatur, in °C

Der Mindest-Luftvolumenstrom ergibt sich dabei aus Raumvolumen und normativ vorgegebener Mindest-Luftwechselrate n_{\min} mit dem Raumvolumen V_i in m³.

    \[ \boxed{q_{v,\min,i} = n_{\min} \cdot V_i \quad [\mathrm{m^3/h}]} \]

Typische Werte für n_{\min} im Wohnbereich liegen je nach Nutzung etwa im Bereich von 0,3 bis 0,7 h⁻¹. Häufig wird für Wohnräume ein Wert von 0,5 h⁻¹ angesetzt. Das bedeutet, dass rechnerisch 50 % des Raumluftvolumens pro Stunde ausgetauscht werden, sei es durch Undichtigkeiten (Infiltration) oder durch bewusstes Lüften der Bewohnenden. Dies ist notwendig, um hygienische Mindeststandards zu erfüllen.

Allgemeines Verfahren (Gebäude mit Lüftungsanlagen)

Bei Gebäuden mit kontrollierter Wohnraumlüftung (KWL), Abluftanlagen, Wärmerückgewinnung (WRG) oder Außenwandluftdurchlässen reicht das vereinfachte Verfahren nicht mehr aus. Hier kommt das allgemeine Modell der DIN EN 12831-1 zum Einsatz, woraus sich die Norm-Lüftungswärmeverluste für Räume, Zonen und das Gesamtgebäude ergeben. Dabei gilt:

  • Das Gebäude wird in Lüftungszonen (z) aufgeteilt.
  • Zu- und Abluftvolumenströme (inkl. Überströmung) werden zonenweise bilanziert.
  • Bei einer Wärmerückgewinnung werden Zuluft- und Ablufttemperaturen unter Normbedingungen (ohne aktive Vorerwärmung) ermittelt.

Hinweis: Für den praktischen Einstieg und viele Wohngebäude genügt in der Regel das vereinfachte Verfahren. Für Gebäude mit komplexer Lüftungstechnik (z. B. KWL mit WRG oder Nichtwohngebäude) sollte dagegen immer das allgemeine Verfahren nach DIN EN 12831-1 verwendet werden.

Zusätzliche Aufheizleistung

In Räumen mit unterbrochenem Heizbetrieb (z. B. Nachtabsenkung, Wochenendabsenkung) kann unter Umständen eine zusätzliche Aufheizleistung erforderlich sein. Speziell dann, wenn ein Raum nach einer Temperaturabsenkung in einer vorgegebenen (meist kurzen) Zeit wieder die Soll-Innentemperatur erreichen soll.

Ob ein Aufheizzuschlag sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab, wie die folgenden Beispiele zeigen sollen.

  • Wärmedämmstandard und thermische Speichermasse des Gebäudes
    Beispiel: Ein Altbau in Leichtbauweise mit wenig Speichermasse und schlechter Dämmung kühlt in der Nacht stark aus. Hier kann ein Aufheizzuschlag sinnvoll sein. Ein gut gedämmter Neubau hält die Wärme jedoch deutlich länger, sodass in der Regel kein Aufheizzuschlag notwendig ist.
  • Luftwechsel während Abkühl- und Aufheizphase
    Beispiel: Wenn ihr nachts regelmäßig bei gekipptem Fenster schlaft oder eine stark undichte Gebäudehülle (hohe Infiltration) vorliegt, sinkt die Raumtemperatur deutlich stärker ab, sodass ein erhöhter Aufheizbedarf besteht. Bei geschlossenen Fenstern und dichter Gebäudehülle ist der Lüftungswärmeverlust hingegen wesentlich geringer.
  • Höhe des Temperaturabfalls (z. B. Nachtabsenkung um 3–5 K)
    Beispiel: Eine Nachtabsenkung von nur 1–2 K (von 20 °C auf 18 °C) lässt sich meist ohne besonderen Aufheizzuschlag auffangen. Wird die Temperatur jedoch regelmäßig um 4–5 K (von 20 °C auf 16 °C) abgesenkt, kann für kurze Aufheizzeiten eine zusätzliche Leistung erforderlich werden. Dies ist jedoch im Einzelfall zu prüfen.
  • Zulässige Aufheizzeit (z. B. 1–3 h)
    Beispiel: Ein Büro, das morgens innerhalb einer Stunde von 17 °C auf 21 °C aufgeheizt sein soll, benötigt eine höhere Aufheizleistung als ein Wohnraum, der über drei Stunden gemächlich wieder aufgeheizt werden darf.
  • Eigenschaften und Strategie der Temperaturregelung
    Beispiel: Eine gut eingestellte witterungsgeführte Regelung mit Nachtabsenkung und gewählter Stütztemperatur (z. B. 16 °C: Innentemperatur sinkt nicht unter 16 °C) verhindert ein starkes Auskühlen. Der Aufheizzuschlag kann dann gering oder entbehrlich sein. Bei einfachen Zeitprogrammen mit starker Absenkung ohne Stütztemperatur kann ein Zuschlag wieder notwendig werden.

In gut gedämmten Gebäuden mit moderaten Absenkungsphasen und angepasster Regelung (z. B. geringere Absenkung an sehr kalten Tagen) ist in der Regel kein zusätzlicher Aufheizzuschlag erforderlich. Erforderlich kann er hingegen in sehr ungünstigen Gebäuden (Kombination aus schlechter Dämmung, starker Absenkung, kurzer Aufheizzeit und schlechter Regelung) sein. Dies ist aber im Einzelfall zu prüfen.

Wo werden Aufheizzuschläge berücksichtigt?

Wenn dennoch eine Aufheizleistung gewünscht wird und angesetzt werden soll, ist wichtig zu klären, an welcher Stelle im System dieser Zuschlag berücksichtigt werden kann. In der Norm wird hier zwischen „Wärmeübergabe- und -verteilkomponenten“ (Heizkörper, Flächenheizungen, Rohrleitungen, Armaturen, Ventile) sowie „Wärmeerzeugern“ (Kessel, Wärmepumpe etc.) unterschieden. Aufheizzuschläge sollen dabei zunächst nur bei der Auslegung der Heizflächen, Verteilung und Regelung berücksichtigt werden.

Eine pauschale Überdimensionierung des Wärmeerzeugers ist dagegen kritisch zu sehen, weil sie zu höheren Bereitschafts-/Stand-by-Verlusten, mehr Taktbetrieb und einer tendenziell schlechteren Effizienz führen kann.

Hinweis: Ob ein Aufheizzuschlag bei Wärmeübergabe- und -verteilkomponenten oder Wärmeerzeugern berücksichtigt wird, ist immer im Einzelfall zu prüfen und klar zu dokumentieren.

Vereinfachtes Näherungsverfahren für den Aufheizzuschlag

Der nationale Anhang zur DIN EN 12831-1 (DIN/TS 12831-1) stellt ein vereinfachtes Verfahren zur Verfügung, mit dem ein spezifischer Aufheizzuschlag in W/m² tabellarisch ermittelt werden kann. Dabei werden im Wesentlichen vier Einflussgrößen berücksichtigt: der Temperaturabfall während der Absenkphase, der Luftwechsel in der Abkühlzeit, die Wärmespeicherkapazität des Gebäudes (leicht vs. schwer) und die gewünschte Aufheizzeit. Aus diesen Vorgaben wird ein Zuschlag gewählt, der mit der beheizten Grundfläche des Raums multipliziert wird und so die zusätzliche Aufheizleistung ergibt.

In der Praxis wird dieses Verfahren vorwiegend dann angewendet, wenn bei Gebäuden mit zeitgemäßem Wärmeschutz, üblichen Raumhöhen und moderaten Absenkungen (Temperaturabfall bis etwa 5 K) eine gezielt schnelle Aufheizung nach einer Nacht- oder Wochenendabsenkung gefordert ist. Die konkrete Auswahl der Eingangsgrößen und des Zuschlags sollte jedoch den planenden Fachpersonen überlassen werden.

Hinweis: Für viele Wohngebäude reicht die Norm-Heizlast ohne zusätzlichen Aufheizzuschlag aus.

Heizlastberechnung in der Praxis

Die Erklärungen und Formeln in diesem Beitrag sollen euch vorwiegend das Prinzip der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 und DIN/TS 12831-1 verständlich machen. In der Praxis wird die Norm-Heizlast heute fast immer mit einer Software berechnet, entweder durch Planungsbüros oder Fachfirmen. Das gilt sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude.

Da für Bestandsgebäude oft die notwendigen Daten zu Wandaufbauten, Fenstern und Türen fehlen, kann hier das vereinfachte Berechnungsverfahren für Bestandsgebäude nach DIN EN 12831-1 (Abschnitt 7/8) genutzt werden. Aber auch das vereinfachte Berechnungsverfahren wird üblicherweise mit einer Software berechnet, da auch hier viele Daten hinterlegt werden müssen und eine saubere raumweise Erfassung von Hüllflächen, U-Werten, Luftwechseln und ggf. Aufheizzuschlägen per Hand schnell unübersichtlich wird.

Wenn die Heizlast durch eine Fachfirma raumweise ermittelt wurde, habt ihr anschließend eine Übersicht der jeweiligen Raumheizlasten, angegeben in der Einheit Watt [W]. Diese lassen sich anschließend zur Gesamtheizlast aufaddieren.

In der nachfolgenden Tabelle sind beispielhafte Raumheizlasten für ein Beispielgebäude dargestellt. Anhand der einzelnen Raumlasten können nun die Heizkörper- oder Heizflächenleistungen sowie die zugehörigen Volumenströme bestimmt werden. Die Gesamtheizlast ist die wichtigste Größe zur Dimensionierung des Wärmeerzeugers, wie Wärmepumpe oder Heizkessel.

RaumRaum Nr.Raumlast ΦHL,i
Vorraum1614 W
Toilette2102 W
Waschraum3172 W
Küche4539 W
Wohnzimmer51882 W
Flur6371 W
Schlafen7728 W
Bad8652 W
Büro9583 W
Gästezimmer10781 W
Flur11922 W
Summe Gesamtheizlast ΦHL :7.346 W (7,35 kW)
Beispielhafte Raumheizlasten mit Gesamtheizlast

Für die konkrete Auslegung einer neuen Heizungsanlage solltet ihr immer eine berechnete Heizlast nach DIN EN 12831 durch eine Fachfirma oder ein Planungsbüro durchführen lassen.

Heizlast und Wärmepumpe – eine kurze Einordnung

Wärmepumpen sind die Wärmeerzeuger der Zukunft und sollten immer nach einer berechneten Heizlast dimensioniert werden. Eine pauschale Annahme, wie sie oft bei Heizkesseln erfolgte, würde eine Wärmepumpe ineffizient sowie über- oder unterdimensioniert machen. Moderne Wärmepumpen arbeiten zwar modulierend und können dadurch einem Leistungsbereich zwischen 30 und 100 % (manche bis 20 %) abdecken, kommen bei falscher Auslegung aber schnell an ihre untere Modulationsgrenze, gerade in der Übergangszeit. Wenn die Heizlast zu hoch angesetzt und eine Wärmepumpe überdimensioniert wird, hat das folgende Auswirkungen:

  • Ist die Wärmepumpe zu groß ausgelegt, wird in der Übergangszeit (Teillast) der untere Leistungsbereich (untere Modulationsgrenze) zu schnell erreicht und die Wärmepumpe taktet häufig (sie schaltet sich unnötig an und aus).
  • Dadurch wird der Verdichter stärker beansprucht und die Lebensdauer kann sinken.
  • Zudem werden tendenziell höhere Vorlauftemperaturen gefahren, um die untere Modulationsgrenze zu verschieben und somit die abgegebene Mindestleistung anzuheben, was die Effizienz der Wärmepumpe senkt (schlechtere Arbeitszahl).
  • Eine größer ausgewählte Wärmepumpe ist zudem teurer, ohne einen echten Mehrwert für das Gebäude.

Wird die Heizlast dagegen zu niedrig angesetzt, kann es an sehr kalten Tagen passieren, dass einzelne Räume nicht mehr die gewünschte Temperatur erreichen.

In der Praxis wird die Wärmepumpe daher immer häufiger sehr knapp (bezogen auf die berechnete Heizlast) dimensioniert, sodass sie den Großteil der Norm-Heizlast abdeckt (etwa 95 %) und nur wenige sehr kalte Stunden im Jahr über einen integrierten Heizstab mitversorgt wird (monoenergetischer Betrieb).

Die Wärmepumpe läuft dann über weite Teile der Heizperiode im effizienten Teillastbereich mit langen Laufzeiten und ohne übermäßiges Takten. Der Heizstab springt nur in seltenen Spitzenlastsituationen zur Unterstützung der Wärmepumpe ein. Energetisch betrachtet ist das meist unkritisch, weil es nur wenige Stunden pro Jahr betrifft.

Hinweis: Gerade bei Wärmepumpen gilt: Ohne saubere Heizlastberechnung ist eine zielgerichtete und effiziente Auslegung kaum möglich. Für sehr gut gedämmte Einfamilienhäuser gibt es zudem Wärmepumpen in sehr niedrigen Leistungsgrößen von etwa 3-4 kW, sodass Wärmepumpen auch im kleinen Leistungsbereich hervorragend dimensioniert werden können.

Die Heizlast ist somit die zentrale Grundlage für die Dimensionierung einer passenden Wärmepumpengröße und einer guten Effizienz. Zudem verlangen viele Förderprogramme eine dokumentierte Heizlastberechnung.

FAQ zur Heizlast

Nachfolgend habe ich die wichtigsten Fragen und Antworten zur Heizlast und der Heizlastberechnung für euch zusammengefasst. Falls ihr weitere Fragen zu Heizlast habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen.

Hinweis: In der DIN/TS 12831-1 Abschnitt 7 wird das Verbrauchsverfahren beschrieben, mit dem eine grobe Gebäude-Heizlast aus Verbrauchsdaten ermittelt werden. Dies kann über über zwei Möglichkeiten erfolgen:
– die Bestimmung eines Wärmeverlustkoeffizienten aus Einzelwerten der Erzeugerleistung und der Außentemperatur
– Umrechnung der Jahresenergiemenge (Jahresverbrauchsdaten) auf Basis von Vollbenutzungsstunden
Das Verbrauchsverfahren sollte nur zur Plausibilitätsprüfung eingesetzt werden, ersetzt keine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831-1 und ist für BEG-/BAFA-/KfW-Förderung nicht zulässig.

Kann ich die Wärmepumpe mit dem Energiebedarf dimensionieren?

Die Begriffe Heizlast, Energiebedarf und Energieverbrauch werden oft verwechselt und durcheinandergebracht. Oft wird auch versucht, eine Heizung anhand des Energiebedarfs zu dimensionieren, das ist falsch und funktioniert so nicht. Aus diesem Grund möchte ich diese drei Begriffe kurz einordnen.

Heizlast: Die Heizlast ist eine Leistungsangabe in kW und beschreibt den Wärmeverlust eines Gebäudes unter Norm-Auslegungsbedingungen (Norm-Außentemperatur, Soll-Innentemperaturen). Aus dieser Verlustleistung wird anschließend die erforderliche maximale Heizleistung des Wärmeerzeugers abgeleitet – ggf. mit Zuschlägen für die Trinkwarmwasserbereitung und Sperrzeiten des Energieversorgungsunternehmens (EVU) bei Wärmepumpen (siehe meinen Beitrag zur Leistungsberechnung von Wärmepumpen). Die Heizlast wird nach DIN EN 12831 berechnet und bildet die Basis für die Dimensionierung von Wärmeerzeugern (z. B. Wärmepumpe, Kessel) und Heizflächen (z. B. Heizkörper).

Energiebedarf: Der Energiebedarf eines Gebäudes ist hingegen eine berechnete Jahresenergiemenge. Im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wird der Energiebedarf mit normierten Bilanzverfahren (z. B. nach der DIN V 18599) aus den Eigenschaften der Gebäudehülle, der Anlagentechnik, standardisierten Klimadaten der Klimaregion sowie standardisierten Nutzungsprofilen ermittelt. Dieser Bedarf dient vor allem als Vergleichskennwert (etwa im Energieausweis) und wird in der Regel als spezifischer Bedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m²·a)) oder als Gesamtbedarf in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) angegeben.

Energieverbrauch: Der Energieverbrauch ist dagegen die im Abrechnungszeitraum tatsächlich gemessene Energiemenge (wie Gas-, Öl- oder Stromverbrauch für Heizung und Trinkwarmwasser) und wird direkt von den Zählerständen bzw. der Strom- oder Heizkostenabrechnung abgeleitet. Der Verbrauch hängt zwar ebenfalls von der Gebäudequalität und der vorhandenen Anlagentechnik ab, vor allem aber vom individuellen Nutzerverhalten (eingestellte Raumtemperaturen, Lüftungsverhalten, Nutzungszeiten) und von den realen Witterungsbedingungen der jeweiligen Jahre. Angegeben wird der Energieverbrauch ebenfalls in kWh/a oder kWh/(m²·a), ist aber ein Messwert und kein normativ berechneter Kennwert.

Kann ich die Heizlast selbst berechnen?

Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist ohne spezielle Software und Kenntnisse zur Norm kaum sinnvoll machbar. Für Bestandsgebäude gibt es zwar ein vereinfachtes Verfahren, aber auch dieses wird mithilfe einer Software berechnet. Näherungsweise Abschätzungen über Baualtersklassen liefern erste Schätzwerte, ersetzen aber keine Heizlastberechnung. Wenn es um eine Wärmepumpe, den hydraulischen Abgleich oder eine Förderung geht, solltest ihr immer eine Fachfirma beauftragen.

Führt die Heizlastberechnung nicht zu überdimensionierten Heizungen?

Die DIN EN 12831 bildet bewusst einen Auslegungs-Worst-Case ab: Norm-Außentemperatur, keine solaren und internen Gewinne, ggf. plus Aufheizzuschlag. So ist sichergestellt, dass das Gebäude auch dann warm bleibt, wenn es draußen sehr kalt und trüb ist und im Haus kaum interne Wärmequellen vorhanden sind.

Wie im Artikel „Heizlast nach DIN EN 12831 – die Lücke zwischen Regelwerk und Realität“ auf Haustec beschrieben wird, kann diese konservative Herangehensweise gerade bei sehr gut gedämmten Gebäuden dazu führen, dass die rechnerische Heizlast über der tatsächlich benötigten Spitzenleistung liegt, da reale solare und interne Gewinne einen Teil der Wärmeverluste ausgleichen.

Die Heizlastberechnung ist damit aber nicht „falsch“, sie liefert eine obere Grenze. Eine echte Überdimensionierung entsteht meist erst, wenn auf den berechneten Wert noch pauschale Sicherheitszuschläge aufgeschlagen oder Eingabewerte (U-Werte, Luftwechsel, Innentemperaturen) abweichend oder höher gewählt werden. Wichtig ist daher, das Ergebnis kritisch zu prüfen und auf unnötige Zuschläge zu verzichten, anstatt die Norm grundsätzlich infragezustellen.

Wie viel kW Heizung brauche ich für 150 m²?

Die oft gestellte Frage „Wie viel kW pro m²?“ oder „Welche Leistung braucht eine Heizung pro Quadratmeter Wohnfläche?“ lässt sich seriös nicht pauschal beantworten. Ein unsanierter Altbau von 150 m² kann 15 kW und mehr benötigen, ein sehr gut gedämmter Neubau mit Flächenheizung kommt vielleicht mit 4–6 kW aus. Für grobe Abschätzungen kann man mit Richtwerten arbeiten, für die Dimensionierung einer Wärmepumpe, einen Kesseltausch, den hydraulischen Abgleich oder Förderanträge ist aber immer eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (auch mit dem vereinfachten Verfahren in Bestandsgebäuden) notwendig.

Wer darf eine Heizlastberechnung machen – und wo bekomme ich sie?

In der Praxis wird die Heizlastberechnung typischerweise von Ingenieur- oder Planungsbüros, Energieberatenden, Sachverständigen oder erfahrenen SHK-Fachbetrieben durchgeführt, die mit der aktuellen Version der DIN EN 12831 und geeigneter Software arbeiten. Wichtig ist, dass das Ergebnis transparent dokumentiert wird (Randbedingungen, Bauteildaten, Annahmen). Wenn du eine Wärmepumpe mit einer Förderung planst, lohnt es sich, explizit nach einer normgerechten, raumweisen Heizlastberechnung zu fragen und diese auch dokumentiert ausgehändigt zu bekommen.

Fazit

Die Heizlast ist keine theoretische Zahl aus einer Norm, sondern die zentrale Grundlage für eine gut funktionierende Heizungsanlage. Die berechnete Heizlast entscheidet darüber, wie groß Wärmeerzeuger und Heizflächen dimensioniert werden, welche Vorlauftemperaturen nötig sind und wie effizient Heizungsanlagen, insbesondere mit Wärmepumpen, später arbeiten. Pauschale W/m²-Werte oder die Leistung alter Heizkessel führen oft zu falschen und zu hoch angesetzten Annahmen und ersetzen keine normgerechte Heizlastberechnung, gerade auch weil alte Heizkessel oft überdimensioniert sind.

Wichtig für Planende sollte daher immer sein, die Ergebnisse der Heizlastberechnung nicht blind zu übernehmen, sondern sie zum jeweiligen Gebäude und zur geplanten Technik in Beziehung zu setzen. Der Worst-Case-Ansatz der Norm, Aufheizzuschläge und Sicherheitszuschläge müssen bewusst geprüft und dokumentiert werden. Gerade bei Wärmepumpen, Förderanträgen und beim hydraulischen Abgleich zahlt sich eine saubere, nachvollziehbare Heizlastberechnung praktisch immer aus. Dadurch habt ihr mehr Komfort, weniger Anlagenprobleme, niedrigere Investitions- und am Ende auch geringere Energiekosten.

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte euch einen Einblick in die Heizlast und deren Berechnung geben. Falls ihr noch Erweiterungsvorschläge, Fragen oder Kritik zur Heizlast habt, könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Viele Grüße! Martin

Weiterführende Links und Quellen:

Normtexte (kostenpflichtig):
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