Hydraulischen Abgleich selber machen – Schritt 3: Datenaufnahme

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Im dritten Schritt der Serie „Hydraulischen Abgleich selber machen“ werden wir die Heizkörper im Gebäude aufnehmen und anschließend die Systemtemperaturen festlegen. Diese sind für die anschließende Berechnung der Heizkörperleistung notwendig. Bevor wir jedoch mit der Datenaufnahme beginnen, ist es notwendig zu wissen, welche Heizkörpertypen in unserem Gebäude verbaut sind. Dazu empfehle ich euch den Beitrag von DeltaQ – Heizflächenarten (Recknagel Sprenger).

Heizflächenarten

Im Folgenden zeige ich euch in welche Heizflächenarten unterschieden wird:

  • Flachheizkörper (Plattenheizkörper) – ab Seite 4
  • Gliederheizkörper (Stahl- und Gussradiatoren) – ab Seite 6
  • Röhrenradiatoren (inkl. Handtuchheizkörper) – ab Seite 8
  • Rohr- und Rippenheizkörper – ab Seite 13
  • Konvektoren – ab Seite 14
  • Sonderbauten – ab Seite 18

Hinweis: Für die Ermittlung der Heizkörpertypen und deren Berechnung empfehle ich euch weiter mit dem Artikel von DeltaQ – Heizflächenarten (Recknagel Sprenger) zu arbeiten. Darin sind die gängigen Heizflächenarten beschrieben und die notwendigen Tabellen zur Berechnung der Normwärmeleistung für Heizkörper nach DIN EN 442 hinterlegt. In einem späteren Teil dieser Serie werde ich daher die Leistung der Heizkörper auf Grundlage dieser Tabellen ermitteln.

In unserem Beispielgebäude wurden mit der Sanierung überwiegend profilierte Flachheizkörper (siehe Abbildung 1 – Bild 1) und ein Handtuchheizkörper im Bad (siehe Abbildung 1 – Bild 2) installiert. Bei den Flachheizkörpern handelt es sich um Ventilheizkörper, bei dem Handtuchheizkörper um einen Kompaktheizkörper. Weiterhin befindet sich in der Küche eine Fußbodenheizung (FBH) Fußbodenerwärmung mit einer Oventrop Einzelraumregelung „Unibox vario“ mit dem Thermostat „Uni RTLH“.

Heizflächenarten

Abbildung 1: Heizflächenarten Beispielgebäude

Vorbereitung Datenaufnahme

Bevor wir endgültig mit der Datenaufnahme beginnen, sollten wir uns bewusst machen, welche Daten wir benötigen, um potentiell anfallende Arbeit im Nachhinein zu sparen. Bei Flachheizkörpern ist es wichtig zu wissen wie hoch, tief und lang sie sind. Weiterhin ist es notwendig zu wissen, wie viele Platten und Konvektoren sie besitzen. Dies ist für die Leistungsermittlung essentiell.

Wie in dem Bericht von DeltaQ – Heizflächenarten (Recknagel Sprenger) – ab Seite 4 – beschrieben, erhalten profilierte Flachheizkörper je nach Aufbau eine Typenbezeichnung. Dabei steht P für Platte und K steht für Konvektor. Die anschließend erste Ziffer steht für die Anzahl der Platten und die zweite Ziffer für die Anzahl der Konvektoren. In Abbildung 2 ist ein Beispielheizkörper (Ansicht von oben) mit der Typenbezeichnung PKKP 22 zu sehen.

Flachheizkörper Typen

Abbildung 2: Flachheizkörper Typen

Falls ihr keine Flachheizkörper in eurem Gebäude habt, ist es notwendig neben der Tiefe und Höhe die Anzahl der Heizkörperglieder, -säulen oder -rohre aufzunehmen. Diese werden für die Leistungsbestimmung der Heizkörper benötigt.

Datenaufnahme

In diesem Schritt werden wir die Heizkörper aufnehmen. Dazu benötigen wir einen Zollstock, einen Stift, einen Schreibblock, eine Kopie der Grundrisse des Gebäudes und wenn möglich eine Digitalkamera.

Zuerst habe ich eine Tabelle mit den folgenden Spalten erstellt:

  • Geschoss
  • Raum
  • Heizkörper Nummer (HK Nr.)
  • Heizkörper Art (HK Art)
  • Ventil voreinstellbar (VE?) -Ja/Nein –
    Dazu empfehle ich euch meinen Beitrag zum Thermostatventil
  • Ventil Typ (V-typ) –
    Durchgangsventil [D], Eckventil [E] oder Ventilheizkörper [VHK],
  • Ventilhersteller (Vhs)
    Oventrop [O], Danfoss [D], Heimeier [HM], Honeywell [HW], unbekannt [UK]
  • Tiefe [mm]
  • Höhe [mm]
  • Breite [mm]

Tipp: Wenn ihr eine Digitalkamera besitzt, empfehle ich euch von jedem Heizkörper und jedem Thermostatventil ein Foto zu machen und anschließend hinter jeden aufgenommenen Heizkörper die zugehörigen Fotonummern zu schreiben. So könnt ihr anschließend alle Informationen zu jedem Heizkörper schnell abrufen.

Hinweis 1 – Heizkörper ohne voreinstellbare Thermostatventile: Wenn keine voreinstellbaren Heizkörperventile im Gebäude verbaut sind, sollte der Tabelle die Spalte Rohrnennweite in Zoll hinzugefügt werden. Die Rohrnennweite kann über den Außendurchmesser des Rohres am Ventil ermittelt werden – siehe Wikipedia – Nennweite. Wenn ihr anschließend eine Fachfirma für den Einbau neuer Thermostatventile beauftragen solltet, könnt ihr diese Information weitergeben und die Fachfirma weiß, welche Ventilbauformen und -größen zu beschaffen sind.

Hinweis 2 – Gebäude mit Gliederheizkörpern oder Rohrradiatoren: Wenn keine Flachheizkörper installiert sind, sondern beispielsweise Gliederheizkörper oder Rohrradiatoren, sollten in der Tabelle die Spalten Gliederanzahl und Rohranzahl hinzugefügt werden.

Hinweis 3 – Große Gebäude mit mehreren Heizkreisen: Bei größeren Gebäuden mit mehreren Heizkreisen ist es weiterhin wichtig, den jeweiligen Heizkreis und den jeweiligen Heizungsstrang zuzuordnen. Diese können ebenfalls als Spalte in der Tabelle hinzugefügt werden. Dies entfällt jedoch in unserem Beispielgebäude.

Während der Datenaufnahme habe ich die Werte in die Tabelle eingetragen (Abbildung 3) und anschließend die aufgenommenen Heizkörper in eine Kopie der Grundrisse eingezeichnet (Abbildung 4 und 5).

Liste Heizkörper

Abbildung 3: Liste der aufgenommenen Heizkörper

Da es für die Fußbodenheizung (FBH) Fußbodenerwärmung in der Küche keine Unterlagen gibt, werde ich die Leistungsermittlung, wie vom Bundesverband Flächenheizung und Flächenkühlung e.V. (BVF) vorgeschlagen, über die Raumlast ermitteln. Diese Empfehlung stammt aus dem Leitfaden für den überschlägigen hydraulischen Abgleich von bestehenden Fußbodenheizungen des BVF.

Grundriss EG mit Heizkörpern

Abbildung 4: Grundriss EG mit Heizkörpern

Grundriss OG mit Heizkörpern

Abbildung 5: Grundriss OG mit Heizkörpern

Ermittlung der Systemtemperatur

Folgen wir den Schritten aus dem Artikel Grundlagen zum hydraulischen Abgleich, erfolgt nach der Aufnahme der Heizflächen die Ermittlung der Systemtemperatur für die Heizungsanlage.

In unserem Beispielgebäude ist in der Heizungsregelung eine Vorlauftemperatur von
75 °C bei einer Normaußentemperatur von -14 °C hinterlegt. Die Raumtemperatur soll bei 22 °C liegen. Ziel ist es nach dem hydraulischen Abgleich eine Spreizung von 20 K (Kelvin) zwischen Vorlauf und Rücklauf zu erreichen. Das würde eine Rücklauftemperatur von 55 °C bedeuten. Die angestrebte Systemtemperatur liegt demzufolge bei 75/55/22. Wenn ihr noch nicht wisst, was der Vorlauf und der Rücklauf einer Heizung sind, empfehle ich euch meinen Beitrag zur Funktion einer modernen Heizung.

Warum wollen wir eine Spreizung von 20 Kelvin erreichen?

Ziel ist es ein träges Heizungssystem zu bekommen. Ein träges Heizungssystem zirkuliert das Heizungswasser im Heizungsnetz sehr langsam, sodass dieses die Möglichkeit hat seine Wärme an die Räume abzugeben und somit die Temperaturdifferenz von Vor- und Rücklauf zu vergrößern. Dadurch wird weniger Pumpenstrom verbraucht und es zirkuliert kein unnötig heißes Wasser im Heizungsnetzt, wodurch eine Energieeinsparung erreicht wird.

Wichtig: Da in unserem Beispielgebäude eine moderne Brennwerttherme verbaut ist, können wir mit der gewählten Rücklauftemperatur ganzjährig den Brennwerteffekt der Therme ausnutzen. In Bestandsgebäuden gibt es jedoch auch noch sehr alte Thermen oder Heizkessel, die nicht für solch geringe Rücklauftemperaturen geeignet sind. Es ist daher im Vorhinein zu prüfen, für welche Systemtemperaturen der vorhandene Wärmeerzeuger geeignet ist.

Fazit

Mit den aufgenommenen Heizkörperdaten und der ermittelten Systemtemperatur können wir im nächsten Schritt die Berechnung der Heizkörperleistung angehen. Wenn euch bei eurer eigenen Datenaufnahme eine Verbesserung auffällt und somit eine noch einfachere Datenaufnahme möglich ist, könnt ihr dazu gerne einen Kommentar hinterlassen. Weiterhin könnt ihr bei sonstigen Fragen, Anregung und Kritik selbstverständlich auch die Kommentarfunktion nutzen.

Übersicht zur Serie “Hydraulischen Abgleich selber machen”:

Zugehörige Beiträge außerhalb der Beispielserie:

WICHTIG: Bevor ihr mit der Durchführung des hydraulischen Abgleichs beginnt, weise ich euch darauf hin, dass die hier geschilderten Arbeitsweisen auf meinen persönlichen Erfahrungen und  Gedankengängen basieren. Das Ausprobieren und das Implementieren der beschriebenen Vorgehensweisen erfolgt ausschließlich auf eigene Verantwortung und Gefahr. Ich übernehme keine Verantwortung. Weiterhin empfehle ich euch die berechneten Werte immer von einem Fachhandwerker oder einem Ingenieurbüro prüfen zu lassen. Denn auch wenn der hier beschriebene Weg einfach erscheint, können sich immer wieder Rechenfehler einschleichen.

Wenn ihr keinen Fachbetrieb in eurer Nähe kennt, könnt ihr unter dem folgenden Link kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote von Fachfirmen aus eurer Region anfordern: Heizungsfachbetriebe finden.

Alternativ gibt es eine große Auswahl an qualifizierten Handwerker- und Fachbetrieben bei MyHammer:


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Liebe Grüße! Euer Martin

Weiterführende Links und Quellen:
DeltaQ – Heizflächenarten (Recknagel Sprenger)
Leitfaden für den überschlägigen hydraulischen Abgleich von bestehenden Fußbodenheizungen
Wikipedia – Nennweite


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11 Kommentare/Fügen deinen eigenen Kommentar hinzu

  1. Michael / Antworten ¬

    Wir sollten uns austauschen. Ich sehe einiges anders. z.B.

    Die Zielspreizung von 20K kommt aus dem letzten Jahrtausend (Schwerkraftheizung). Wenn ein HK seine Leistung bei 55/45/20 bringt, ist er auf 10K Spreizung ausgelegt. Und so sollte er auch betrieben werden.

    mfg
    Michael

    1. Martin Schlobach / Antworten ¬

      Hallo Michael,

      vielen Dank für deinen Kommentar und sehr gerne können wir uns austauschen. Wenn ich einen hydraulischen Abgleich machen möchte, ist mein primäres Ziel das Fließverhalten im Heizungssystem zu verbessern und Energie zu sparen. Bei einer beispielsweise geforderten Heizkörperleistung von 1000W habe ich bei einer Spreizung von 20K einen Volumenstrom von \dot V= 0,86 \cdot \frac{1000 W} {20K}= 43\frac{l}{h}. Bei einer Spreizung von 10 K hätte ich einen Volumenstrom von \dot V= 0,86 \cdot \frac{1000 W} {10K}= 86\frac{l}{h}. Der Volumenstrom bei einer Spreizung von 10K ist also doppelt so hoch wie bei einer Spreizung von 20K. Mit einem geringen Volumenstrom kann das Wasser seine gespeicherte Energie besser an den Raum abgeben und die Pumpenleistung wird reduziert.

      Die eigentliche Frage ist jedoch ob in einem Bestandsgebäude, an dem ich das Beispiel zeige, die vorhandenen Heizkörper bei einer Systemtemperatur von 55/45/20 die geforderten Leistungen bringen können. Meiner Meinung nach muss hier immer die jeweilige Situation und die vorhandenen Komponenten betrachtet werden. Was meinst du dazu? Bezieht sich deine Aussage auf Neubauten?

      Liebe Grüße. Martin

  2. faria luis / Antworten ¬

    hallo
    ich würde gerne wiessen wass denn begriff bei der Haustechnik für plattenkörper bedeutet
    denn begriff heisste PKKP
    danke

    1. Martin Schlobach / Antworten ¬

      Hallo Faria,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe versucht die Bedeutung der Buchstaben in „Abbildung 2: Flachheizkörper Typen“ zu erklären. PKKP steht für den Aufbau des Flachheizkörpers: Platte-Konvektor-Konvektor-Platte.

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

      Liebe Grüße! Martin

  3. Matten / Antworten ¬

    Ich finde es super und sehr verständlich.

    1. Martin Schlobach / Antworten ¬

      Hallo Matten, vielen Dank! 🙂

  4. Blade / Antworten ¬

    Hallo Martin,

    habe eine Frage zum Ausmessen von Flächenheizkörpern. Ich habe vor einem bodentiefen Fenster einen recht flachen (ca. 40cm) Flachheizkörper. Nach der gezeigten Logik würde ich sagen es ist ein

    32PKKPP

    Ich habe also Platte, 2 Konvektorreichen, wieder Platte, und noch ne Platte. Zwischen den beiden hinteren Platten ist nur Luft. Die hinterste Platte bleibt auch kalt, wenn der Heizkörper läuft.
    Sieht ungefähr so aus:

    |><| |

    Meine Frage: Messe ich trotzdem die komplette Tiefe oder nur die Tiefe zwischen den ersten beiden Platten wo die Konvektoren zwischen sitzen?

    Danke und Gruß
    Blade

    1. Martin Schlobach / Antworten ¬

      Hallo Blade,

      ich würde in diesem Fall mit dem Typen 33 (PKPKKP – Tiefe laut Tabelle: 155mm) rechnen.

      Liebe Grüße, Martin

  5. Veit / Antworten ¬

    Hallo Herr Schlobach,

    ich würde gerne wissen, ab wann man in einem Einfamilienhaus einen Strang- Differenzdruckregler einbaut. Dieser wurde uns mit 100 mbar empfohlen, um überschüssige Drücke der Heizungsumwälzpumpe abzubauen.

    Wir sind dabei, unsere 2009 als Ölbrennwertkessel eingebaute Heizungsanlage endlich vernünftig zum Laufen zu kriegen.

    Wir benötigen 11 kw. Es wurde uns aber eine Viessmann Brennwertanlage Vitoladens 333-F mit Füllkombi mit 20 kw eingebaut. Von einer Fachfirma, die keine war.
    Das ist offenbar möglich.

    Mit einer 2 stufigen Pumpe, die 2. Stufe wird fast nie angefordert.
    Die Heizkörper rauschen ständig. Wir haben mehr Ölverbrauch als vorher. Ein im Jahr 2000 gedämmtes Haus von 1960.
    Mit neuer Abgasanlage, Tankreinigung und neue Füllleitung , Kondensat-Leitung , Heizkörper 15 Stück mit neuen Thermostat-Ventilen Heimeier V-exakt .

    Nicht alle Heizkörper sollten lt. Firma erneuert werden.
    1 Heizkreis. Länge des längsten Strangs wurde jetzt als 45 m berechnet.

    Wir wissen nicht, was wir machen sollen und werden jetzt beraten ? Wir finden uns nicht ganz zurecht. In was sollen wir investieren?
    Evtl ist eine neue Heizung sogar billiger?

    Sollte unsere Heizungspumpe nicht ausgetauscht werden? Der Energieberater hatte gemessen, dass sie viel zu viel Strom verbraucht. Die Förderhöhe beträgt neu ermittelt 230 und 280 mbar . Können wir nicht beurteilen. Benötigte Förderhöhe wird jetzt mit 100 mbar angegeben.

    Viele Heizkörper sind zu kalt.
    Etliche „hydraulische Abgleiche “ wurden versucht von diesen Nichtfachleuten mit Programmen aus dem Internet.
    Jetzt wurde uns eben von einer anderen Firma dieser Strangdifferenzdruckregler vorgeschlagen.

    Nimmt dies aber nicht grade die Brennwerttechnik raus? Und damit eine Ersparnis.

    Es wurde jetzt eine Vorlauftemperatur von 66 Grad und Rücklauf 41 grad vorgeschlagen. Ist das noch Brennwert?
    Der Heizkörper im kleinen Bad soll jetzt für 1500 watt ausgelegt werden.War bisher zu kalt. Raumgröße: ca.10m³ .( 2,00×2,20x 2,20m). Dort steht Raumheizlast 910 W, die größeren Räume haben teils kleinere angegebene Raumlast.
    Wohnzimmer hat 2 große Heizkörper, die Dies nur als Überblick.

    Ich habe mich bei Ihrer Abfrage nach einem Fachbetrieb angemeldet.
    Habe aber wenig Hoffnung, da schon viele Experten und sogar Gutachter hier waren.
    Das Offensichtliche wurde nicht gesehen?

    Erst in 2017 habe ich mitgekriegt, dass unsere Heizung viel zu groß ist.
    Dadurch ging die Heizung öfter aus, weil die Wärme nicht wusste, wo sie hin sollte und sogar im Sommer haben wir heiße Heizkörper, wenn diese nicht auf Aus gestellt sind. Übergangszeiten sind besonders problematisch.
    Das Rauschen der Heizkörper ist besonders schlimm. Besonders in der Übergangszeit, diese haben wir ja meist. Hört sich wirklich nicht nach Modernisierung an.

    Immer wieder hören wir, dass die Weiterbildung für die Parameter der Brennwerttechnik zu wünschen lässt.
    Was kann der Kunde dafür?

    Mit Hoffnungsgrüßen

    Ilona Veit

    1. Martin Schlobach / Antworten ¬

      Hallo Ilona,
      ich versuche das mal zu beantworten:

      1. In einem größeren Gebäude empfiehlt sich bei einem hydraulischen Abgleich der strangweise Einsatz von Differenzdruckreglern. Zum Einen sorgen Differenzdruckregler für einen konstanten Differenzdruck am Thermostatventil im Voll- und Teillastbereich, zum Anderen schützen Differenzdruckregler vor Geräuschen im Heizungsnetz. Da ein Thermostatventil bis zu einem Druckverlust von maximal 150 mbar geräuscharm arbeiten kann, sollte der maximale Differenzdruck von 150 mbar über einen Strang nicht überschritten werden. Ab einer Pumpenförderhöhe von 1,5 mWS (entspricht 150 mbar) empfiehlt sich daher der strangweise Einsatz von Differenzdruckreglern. Bei der Größe deines Gebäudes, ich gehe mal von max. 200m² aus, der aktuellen Förderhöhe von 100 mbar ist der Einsatz von Differenzdruckreglern jedoch nicht zwingend erforderlich.
      2. Mit einer Vitodens 333-F hast du eigentlich eine moderne Gas-Brennwertheizung mit einem vergleichsweise großen Modulationsbereich. Das bedeutet, dass sich die Anlage in den jeweiligen Wärmeleistungsbereichen von ca. 2kW bis 20kW anpassen kann.
      3. Die Thermostatventile Heimeier V-exakt eignen sich eigentlich sehr gut für die Umsetzung eines hydraulischen Abgleichs. Die Voreinstellwerte für die Ventile müssen jedoch berechnet und anschließend eingestellt werden
      4. Was hast du für eine Heizungspumpe installiert? Wenn die Förderhöhe eingestellt werden kann, handelt es sich eigentlich nicht um eine Stufengeregelte Pumpe.
      5. Die Abgas-Taupunkttemperatur von Heizöl liegt bei ca. 47°C. Mit einer Rücklauftemperatur von 41°C nutzt du in jedem Fall den Brennwerteffekt.

      Als Ferndiagnose kann ich eigentlich nur sagen, dass mit den vorhandenen Komponenten und bei einer richtigen Einstellung alles gut funktionieren kann.

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.
      Liebe Grüße, Martin

  6. christian / Antworten ¬

    Sehe ich das richtig dass die Position von dem Heizkörper keine Rolle spielt?

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